Nehmt den Sommer hin und genießt

Es wird gerade viel geklagt und dadurch die Hitze in den Räumen zusätzlich erhöht.
Manche Menschen sind besonders gereizt oder angestrengt.

Andere können noch beobachten und ihre Gedanken twittern (wie Kollege Dejan Mihajlovic:

Vor Sommerferien und Weihnacht sind alle gernervt.

Warscheinlich wird von einigen auch die unweigerlich kommende Abkühlung nach dem Gewitter-Regen dann als zu heftig und unangenehm beklagt werden.

Ich empfehle stattdessen:

  • sich in das unweigerliche – hier: Wetter – zu fügen und das zu entscheiden, was wir entscheiden können – beispielsweise:
  • sich entsprechend langsam zu bewegen
  • und sorgsam mit dem eigenen Körper zu verhalten
    (zum Beispiel regelmäßig trinken und auszuruhen)
  • immer wieder kühle Orte aufzusuchen
  • zu genießen, was daran zu genießen ist
  • und darauf zu warten, bis sich das Wetter wieder ändert.
    Das wird es nämlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.

An einem besonders schwülen Sommerabend von einem kühlen Arbeitszimmer im Untergeschoss aus.

erstellt am 17. Juli 2015        Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

noch schnell … im Advent … (gut leben – 5)

Meine Entscheidung für diesen Advent.

Handschriftlicher Abschied von der Eile im Advent

und wie ich darauf gekommen bin …

Schon wieder Herbst!

Der lange und schöne Spätsommer endet. – Die Zeit scheint zu fliegen.

Eine Chance zur Prüfung

In dieser Jahreszeit nehme ich mir regelmäßig vor, mich neu zu sortieren, Überflüssiges auszusondern, Gewohnheiten zu überprüfen und den Start in den Advent als Chance für neues Üben zu begreifen.

Wie oft spreche ich das Wort „schnell“?

Zur Zeit achte ich auf das Wort „schnell“: Ich habe es mir – wie viele andere – angewöhnt und nutze es häufig. Seit ich darauf achte, verrät das kleine Wörtchen mir die vielfältigen Einladung zu einer antrainierten Eile in meinem Leben.

Anregungen aus Yaloms Anleitung zum Glücklichsein.

Dieses Jahr bin ich von der Dokumentation über Irvin D. Yalom und seine Frau Marylin angeregt, auf ein zufriedenstellendes Leben zu achten: Was würde ich im Rückblick bereuen?

Dann möchte ich es lieber anderes versuchen: Lieber unter­breche ich den Zeitdrang und die gewohnte Schnelligkeit und konzentriere mich auf Wesentliches.

Weiterführende Links

erstellt und zuletzt bearbeitet am 29. November 2014       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Manche Gewissheiten hindern … (selbstmotiviert lernen – 7)

Zusammenfassung

Vermeintlich sicher
schaue ich in die Welt –
und sehe, was ich schon zu wissen meine,
und – doch leider – nicht die Welt.

Schnelle Urteile müssen nicht zutreffend sein.

Immer häufiger stoßen mir schnelle Urteile unangenehm auf – bei mir selbst und bei anderen:

twitter-Kommunikation zur Frage, ob Medienpädagigik-Studierende selbst ein Smartphone besitzen müssen.

Der Disput mit dem Twitterer ging natürlich weiter. –

Schnell sind wir bei der Hand mit Bewertungen und konstruieren uns die Welt, wie sie uns gefällt. – Manchmal ist dieses Urteil dann Ausgangspunkt für problematische Entwicklungen und damit mehr hinderlich als förderlich: Das Urteil wird das Problem. –
So urteile ich hier.

Tatsächlich kommen wir ja auch ohne Einschätzungen oder Vor-Urteile nicht durchs Leben.

Vermeintliche Gewissheiten halten vom forschenden Blick ab.

Wenn ich weiß, wie es ist, schaue ich nicht mehr genau nach und hin – ich weiß ja.

Und die Änderung der vermeintlichen Gewissheiten ist bei mir und anderen anstrengend: Denn warum soll ich oder andere etwas lernen, wenn wir doch schon wissen.

Mein aktueller Versuch: nachfragen

Zur Zeit experimentiere ich damit bei mir selbst und anderen nachzufragen. Beispielsweise:

  • Woher nehme ich diese Sicherheit?
  • Woher wissen Sie das so genau?
  • Gilt das wirklich so generell, wie ich es hier formuliere?
  • Kennen Sie eine gegenteilige Erfahrung?
  • Was könnte/würde/wolle ich tun, wenn ich diese Gewissheit nicht hätte?

Manchmal eröffnen sich neue Sichtweisen

Manchmal reagiere ich selbst genervt auf solche Nachfragen von anderen. Manchmal ernte ich bei meinem Gegenüber die Rückmeldung, dass die Nachfrage und Metareflexion anstrengend sei.

Manchmal ergeben sich aber auch überraschende und neue Aus- und Einblicke.

Suche weitere Zitate und Aphorismen

Sicher ist, dass nichts sicher ist.
Selbst das nicht.

Joachim Ringelnatz

Die Unwissenheit ist eine Situation, die den Menschen so hermetisch abschließt wie ein Gefängnis.

Simone de Beauvoir

Hinweise und Tipps gerne über Kommentare oder per Mail. Danke.

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erstellt am 24.02.2014; zuletzt leicht bearbeitet am 13.11.2025 Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag