Wie wir lernen

Zusammenfassung und Gliederung

Das Gehirn kann nicht anders: Es lernt immer!
Alle Tätigkeiten und Regungen, ja auch unsere Träume hinterlassen Spuren in unserem Gehirn.

Wenn wir die Grund-Funktion unseres Gehirns verstehen, können wir unser Gehirn besser nutzen: Dann können wir uns für das Lernen entscheiden und wissen, wie es geht: Wir werden erfolgreich lernen, kreativ sein und haben Spaß dabei!

  • „Lernen“ ist ein sehr schillernder Begiff.
  • Eine Zusammenfassung: aktuelle, neurowissenschaftliche Erkenntnisse
  • Zusammenfassend: Die vier Säulen des Lernens (aktuelle Theorie-Zusammenfassung)
  • Tun Sie etwas für das Gelingen von Lernprozessen und entscheiden Sie sich!
  • Man kann Lernprozesse willentlich unterstützen.
  • Man kann dem Gehirn das Lernen auch erschweren oder unmöglich machen.
  • Man kann ein Leben lang lernen.
  • Weiterführende Links

„Lernen“ ist ein sehr schillernder Begriff.

Je nach psychologischem oder philosophischem Weltbild werden sehr unterschiedliche Vorgänge als „lernen“ bezeichnet.
Eine schöne Übersicht habe ich in Beats Biblionetz im Artikel „Wie funktioniert Lernen?“ gefunden.

Meiner Wahrnehmung nach gehen die Mehrzahl moderner Veröffentlichungen vordergründig von konstruktivistischem Hintergrund aus. Wer genauer liest und hinschaut und den Gedanken länger folgt, findet allermeist auch Einsprengsel früherer Modellvorstellungen.
Meine Selbstbeobachtung ergibt genau dieses Bild von Brüchen in meinen Argumentationen auch. – Durchaus verständlich, denn die meisten von uns wurden ja noch auf dem Hintergrund anderer Modell geprägt und ausgebildet.

Eine Zusammenfassung: aktuelle, neurowissenschaftliche Erkenntnisse

Ich fasse die mir wesentliche Hauptaussagen der Hirnforschung hier zusammen:

  1. Das Gehirn ist ein Organ, das begierig ist und bleibt, zu lernen.
  2. Es lernt immer. Das Gehirn kann nichts anderes. Es muss lernen und lernt besonders, was wir mit Begeisterung immer wieder tun! Jede Lebensäußerung hinterlässt dabei Spuren.
  3. Das Gehirn lernt sowohl Wissens- als auch Gefühls- und Handlungsstrukturen.
    Es trennt diese nicht – entgegen unseren lieb gewonnenen und sehr weit verbreiteten Vorstellungen.
  4. Besonders gut lernen wir, was wir uns aktiv aneignen: Wenn wir uns eine eigene Gedankenlinie oder eine eigenen Zusammenfassung erstellen.
  5. Lernen bedeutet in diesem Zusammenhang schon sehr bald in der Entwicklung des Gehirns, dass Regeln aus den Sinneseindrücken und Wahrnehmungen herausgefiltert werden: Was sich immer wieder zeigt, was also einer regelhaften Wiederholung unterliegt, wird als Struktur gelernt. Biologisch sind messbare Verstärkungen der Synapsen-Verbindungen entsprechend den wiederholt dargebotenen Regelabläufen nachweisbar. So lässt sich auch erklären, warum wir manches „wie im Schlaf“ tun können.
  6. Wesentlich scheint die Aufmerksamkeit dabei zu sein:
    Mit was beschäftige ich mich / lasse ich micht beschäftigen?
  7. Lernen kann Spaß machen, sogar viel Spaß – wenn es gelingt. Um diese schöne Erfahrung dauerhaft zu ermöglichen, sollten Kinder (schon sehr früh im Elternhaus, dem Kindergarten und spätestens in der Grundschule) lernen, dass Bemühungen Erfolg bringen. Diese Erfahrung muss nicht mit klassischem Lernstoff gemacht werden, sie kann auch beim Üben eines Spieles oder eines Instrumentes gewonnen werden.

Hinweis auf einen aktuellen, kurzen Theorie-Input: „Vier Säulen des Lernens“

Bent Freiwald, der Bildungsreporter aus krautreporter.de hat knapp und fachlich kundig zusammengefasst, was unser Gehirn zum Lernen benötigt:

  1. Aufmerksamkeit
  2. Neugier, also wissen wollen
  3. produktive Rückmeldung (= möglichst individuelles Feedback, nach möglichst notenfreien Tests)
  4. Konsolidierung (also Verfestigung und Routinisierung, bis die „Kunst“ wie unbewusst gelingt)

Tun Sie etwas für das Gelingen von Lernprozessen und entscheiden Sie sich!

Wir können unterstützen und günstige Rahmenbedingungen schaffen:

Wesentlich ist die Grund-Entscheidung, lernen zu wollen:

  • Wir können uns für das Lernen entscheiden.
  • Wir können für dieses Ziel Zeit reservieren.
  • Wir können dafür sorgen, dass wir in der reservierten Lern-Zeit ungestört (ohne Ablenkung) lernen können.

Man kann Lernprozesse willentlich unterstützen.

Neuere psychologische Forschungen zu den Fragen, wie wir unser Verhalten beeinflussen und erfolgreich verändern können, haben ergeben, dass außer der Motivation wesentlich der Wille zur Veränderung, zum Lernen, wesentlich ist.
Das Lehrgebiet Mediendidaktik der Fernuniversität Hagen hat dazu einen hilfreichen Test, den Volitionaler Personer Test (VPT) veröffentlich.
In 10 bis 15 Minuten können Sie online und anonym einen Fragebogen zu Ihrem Lernverhalten in herausfordernden Bedingungen ausfüllen und erhalten eine statistische Auswertung und einige Hinweise, wie Sie Ihr Verhalten verbessern können. Ich kann diese Test gerne empfehlen.

Man kann dem Gehirn das Lernen auch erschweren oder unmöglich machen.

Wir können dem Gehirn aber auch ungünstige Bedingungen für seine Lieblingsbeschäftigung „lernen“ bieten, in dem wir ihm eine Lern-Umgebung mit:

  • [Angst-]Stress
  • Druck
  • dauerhaft langweilige Inhalte (Unterforderung)
  • monotone Darstellungsform der Inhalte
  • zu viele unterschiedliche Inhalte auf einmal oder parallel (Versuch des „Multitaskings“).
    Experten raten von Multitasking ab:
    „Das Ergebnis der Studie ist ein klares Warnsignal. Wir sollten versuchen, digitales und nicht-digitales Multitasking zu reduzieren, stattdessen besser eine Aufgabe nach der anderen erledigen. Außerdem sollte man sich möglichst vor störenden Unterbrechungen schützen, und beispielsweise auch die ständige Erreichbarkeit überdenken – dies gilt praktisch für alle Situationen mit Mehrfachbelastungen – am Arbeitsplatz wie im Privatleben“.
  • Auch Schlafmangel ist ein sehr wirksames Mittel, dem Gehirn das Lernen sehr nachdrücklich zu erschweren.

Man kann ein Leben lang lernen.

Die Lernfähigkeit verändert sich im Laufe der Lebensalter, sie bleibt aber zeitlebens erhalten!
Erst der Tod beendet das Lernen.

Weiterführende Links

In dieser Website wird das Thema „lernen“ zur Zeit in drei thematischen Artikel-Reihen behandelt:
und es gibt auch Empfehlungen zur Vertiefung:
und schließlich Empfehlungen für Schülerinnen und Schüler:

entwickelt im Frühjahr 2008 und immer weiter um neue Erkenntnisse ergänzt;
zuletzt am 5. Oktober 2025       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Wie lernen Schülerinnen und Schüler?

Grundsätzlich lernen Schülerinnen und Schüler wie alle anderen Menschen auch:

Was wir

  • aktiv (mindestens mit Anteilnahme, besser mit Begeisterung)
  • mit Verständnis (hilft, leichter zu lernen und das Feedback zu verstehen)
  • immer wieder tun (Übung hat tatsächlich Sinn!)
  • und wiederholen, üben, wenn wir es vergessen haben (fachsprachlich „konsolidieren“, also verfestigen),

das lernen wir und behalten es für längere Zeit.

Dann gibt es einen Bereich, der typisch für die Schule ist.

Seit einigen Jahren beobachte ich Schülerinnen und Schüler und finde immer wieder ähnliche Verhaltensweisen.
(Erstaunlich: Viele Erwachsene
– auch Lehrkräfte – verhalten sich in Fortbildungen und auf Konferenzen über neue Inhalte sehr ähnlich.)

  • Oft wird Mehreres parallel zum Lernen versucht
    (sich unterhalten, eine Nachricht/sms/Zeitschrift lesen, ICQ, Musik hören …)
    Wir wissen, dass „Nebentätigkeiten“ unsere Lernleistung verlangsamen oder gar hemmen.
  • selten schreiben (oder zeichnen) die Zuhörer/innen selbstständig mit
  • noch seltener werden Nachfragen gestellt oder aktiv Zusammenhänge hergestellt oder erfragt und notiert
  • kurzfristige Lernstrategie nach dem ineffektiven „Kellner-Prinzip“ Kurz vor Klassenarbeiten oder Prüfungen bricht Hektik und Stress aus: Es wird versucht, möglichst viele Inhalte in möglichst kurzer Zeit (oft nur in der Nacht vor der Arbeit oder der Prüfung) aufzunehmen und „zu lernen“. – [Ein Tafelbild dazu sehen sie hier.]
  • Das ist typische „Saison-Arbeit“ nach dem „Kellner-Prinzip“ (Nach der Begleichung der Rechnung sollte die Bedienung diese Rechnung vergessen und sich auf Neues konzentrieren. So ähnlich verfahren solche Schüler/innen mit ihrem Stoff: Sie vergessen sehr schnell wieder!)
    Die Mehrheit der so verfahrenden bekommt den Eindruck, das würde funktionieren. Leider bleiben die Inhalte aber nur sehr kurz im Kurzzeit-Gedachtnis, um dann wieder verloren zu gehen.
    Ich meine: Viel zu viel Aufwand für einen viel zu kurzfristigen und schnell verpuffenden „Ertrag“!
    Wer langfristig tatsächlichbetwas lernen möchte, sollte sich nach anderem Lern-Verhalten umsehen. Anspruchsvolle Inhalte oder komplexe Zusammenhänge werden so sicher nicht begriffen oder gerlernt.

Zusammenfassend:

  • Oft herrscht ein passives Verhalten bei der Stoffaufnahme vor und die Aufmerksamkeit ist abgelenkt.
  • Die eigentliche Lerntätigkeit soll ganz schnell geschehen.
    Dadurch kann sich der Stoff nicht einprägen. Unser Gehirn benötigt Zeit zum Lernen!
  • Es wird kaum (systematisch) wiederholt.
    Dadurch wird der neue Stoff nicht fest verankert und daher leider bald wieder vergessen.
Bild eines menschliches Gehirns vor schwarzem Hintergrund

Für den Kundigen ist leicht nachzuvollziehen, dass Lernen so kaum Freude machen und oft auch nicht erfolgreich sein wird. Zumindest werden die Inhalte nicht langfristig gelernt.

Es gibt die Möglichkeit, dem eigenen Gehirn eine echte Chance zu geben, in dem wir es sozusagen „nach Gebrauchsanweisung“ nutzen.

Lernen Sie so, wie es diesem großartigen und eigentlich sehr leistungsfähigen und -willigen Organ auch entspricht.

Grundlage ist allerdings, dass Sie sich in einer vertrauensvollen Atmosphäre für das Lernen-Wollen entschieden haben und etwas dafür tun wollen, denn Lernen ist eine individuelle Tätigkeit und kann nur aktiv gelingen.
So wird niemand den Sportler ernst nehmen, der nicht regelmäßig trainiert.
Von geistigen Tätigkeiten wollen wir aber gerne annehmen, dass diese ohne Übung gelingen. Das ist eine Täuschung, der dann sehr oft die Ent-Täuschung folgen wird.
Zu diesem Punkt gehört dann auch die Mühe, sich selbst zu motivieren (oder wenigstens zu disziplinieren: Ich habe mich zum Beispiel dafür entschieden, eine Sprache zu lernen. Das wird nur gelingen, wenn ich regelmäßig Vokabeln lerne, wiederhole und schließlich die Anwendung in der gehörten, gelesenen oder auch geschriebenen Sprache übe.).
Auch eine Vertrauensbasis zwischen Lernenden und Lehrenden ist eine Hilfe für den Lern-Erfolg.

Hinweis auf einen kurzen Theorie-Input: „Vier Säulen des Lernens“

Bent Freiwald, der Bildungsreporter aus krautreporter.de hat knapp und fachlich kundig zusammengefasst, was unser Gehirn zum Lernen benötigt:

  1. Aufmerksamkeit
  2. Neugier, also wissen wollen
  3. produktive Rückmeldung (= möglichst individuelles Feedback, nach möglichst notenfreien Tests)
  4. Konsolidierung (also Verfestigung und Routinisierung, bis die „Kunst“ wie unbewusst gelingt)

Meine Empfehlung: Drei Schritte zum Lernerfolg

Je aufmerksamer, aktiver und beteiligter die Schülerinnen und Schüler im Unterricht sind, umso mehr und nachhaltiger werden sie auch lernen. Ich empfehle ein bewährtes, dreistufiges Verfahren:

1. im Unterricht Stichworte mitschreiben und Ränder lassen

mehr in: Arbeitsblatt L1 – Grundlagen der Gehirnfunktionen zum Lernens

2. jeden Unterricht kurz nach dem Spickzettel-Prinzip schriftlich nacharbeiten

mehr in: Arbeitsblatt L2 – Mitschriften nach dem Spickzettelprinzip nacharbeiten

3. aktiv (schreibend und sich selbst testend) wiederholen, wenn 50 % des neuen Stoffs vergessen wurde.

mehr in: Arbeitsblatt L3 – Dem Vergessen widerstehen: Wiederholen und Achtung Fallen

tl;dr oder Ultra-Kurzversion

Meine eigene Erfahrung und meine Behauptung:

  • Mit diesem System lassen sich schulische Leistungen durchschnittlich ungefähr um eine Schulnote verbessern.
  • Der Stress vor Klassenarbeiten und Prüfungen wird vermieden. Sehr oft wird gar nicht mehr Zeit und Energie benötigt, sondern die Lern-Tätigkeiten werden nur plan- und sinnvoller durchgeführt.
  • Lernen kann richtig Spaß machen! Die Freude am Lernen wird sich einstellen, wenn es erfolgreich geschieht.
    Damit der Spaß am Lernen eintritt, kann die Lehrkraft mit realistischem Lob unterstützen.

Zur Unterstützung von Lehrkräften für eine planvolle Vorgehensweise zur Unterstützung der Lernkompetenz der Schülerinnen und Schüler empfehle ich die Teilnahme an einer Gruppensupervision für Lehrkräfte. Wenn eine wechselseitig unterstützende Haltung der Lehrkräfte eingeübt wurde, kann eine regelmäßige kollegiale Beratung hilfreich sein.

Diese Links könnten Sie interessieren:

Drei Tipps für Lehrkräfte:

  • Eine erproble Unterrichtsmethode: Vierfach effektiv lernen (eine gehirngerechte, schüleraktive Wiederholungs-Methode für den Unterricht – mit Anklängen an active recall – auch schon, bevor ich wusste, wie man neuerdings dazu sagt. )
  • zur Text-Reihe Profession Lehrkraft
  • Die Artikel-Reihe zur Schul-Entwicklung, besonders der dritte Text “ Schule verbessern (3): nachhaltig lernen lehren (These: Die Form der Klassenarbeiten hat auch eine wesentliche Bedeutung für das Lernverhalten der Schüler/innen. Langfristiges und damit nachhaltiges Lernen der Schüler hängt auch von der Unterrichtsgestaltung durch die Lehrer/innen ab!)

entwickelt im Frühjahr 2008 und immer weiter um neues Wissen ergänzt;
zuletzt am 15. November 2025/17.17 h      Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

im rasanten Wandel – Schule verbessern (1)

Kurze Zusammenfassung und Gliederung

Die Welt, für die Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studierende gebildet und ausgebildet werden sollen, verändert sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Die Steigerungsraten sind exponentiell.
Damit werden die Rahmenbedingungen für Schulen, Ausbildungen und Studiengänge extrem unübersichtlich.
Klagen helfen nicht! – Alle Beteiligten sollten sich damit auseinander setzen und produktiv nach Lösungswegen und Lösungen suche.

  • Eine Empfehlung: Bleiben Sie positiv gestimmt und formulieren Sie auch positiv.
  • Bedenkenswerte Ansätze und gute Praxis wird hier gesammelt und weiter gegeben.
  • Shift happens! – Did You Know?
  • Eine aktualisierte, deutsche Version von März 2009
  • Weitere Hintergrund-Informationen und Versionen
  • Einige bemerkenswerte und herausfordernde Aussagen
  • Nun beginnt die pädagogische Herausforderung
  • Tipps und Hinweise und selbstverständlich auch Diskussionsbeiträge sind sehr erwünscht
  • Weiterführende Links

Bleiben Sie positiv gestimmt und formulieren Sie auch positiv.

Mit diesem Artikel beginne ich eine lose Reihe mit gesammelten Ideen und Überlegungen zur Verbesserung der Schulen.

Gejammert und beklagt wird genug über:

  • mangelnde Ausstattung der Schulen und Klassenzimmer
  • die optimierbare Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer
  • fehlende Schlüsselqualifikationen, Grundbildung und auch Erziehung von Schülerinnen und Schülern
  • schlechtes Image der Lehrkräfte und der Schulen, Ausbildungen und Studiengänge

Aus meiner Kenntnis hirnphysiologischer Bedingungen des menschlichen Lernens weiß ich, dass Verneinungen vom Gehirn ignoriert werden. Damit sind Negativ-Aussagen genau nicht produktiv handlungsleitend, sondern sie wirken in die unerwünschte Richtung: Die beklagten Zustände werden in dieser Negativ-Sprache für das Gehirn statt dessen bestätigt und verfestigt!

Bedenkenswerte Ansätze und gute Praxis wird hier gesammelt und weiter gegeben.

Es gibt eine Menge guter Ideen und bedenkenswerter Ansätze. Manchmal sind sie allerdings etwas versteckt. Manchal wundere ich mich im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen, dass diese von einer Quelle oder eine Idee noch nichts erfahren hatten.
Dies war dann zuletzt der Anstoß für diese Reihe: Wenn ich etwas Anregendes finde oder schon kenne, von dem ich annehme, dass diese Idee oder Praxis aufbauende für gute Schulen der Zukunft sein könnte, werde ich davon dieser Reihe „Schule verbessern“ berichten.

Shift happens! – Did You Know?

Schon vor über einem Jahr wurde ich auf eine kurze Präsentation aufmerksam: Der US-Amerikaner Karl Fisch hatte in sechs Minuten die immensen Veränderungen in unserer Gesellschaft und die sich in rasantem Tempo verändernden Anforderungen an die zukünftigen Generationen eindrucksvoll zusammen gestellt. – Er gab seiner Präsentation den hintergründig anlautenden Titel „Shift happens!“

Neulich stieß ich wieder darauf und stellte fest, dass es inzwischen mehrere aktualisierte Versionen und auch eine etwas ältere deutsche Version im Netz gibt:

Did You Know – Shift happens! (by Karl Fisch)

Das zum zugehörigen Team- und Schul-Entwicklungsprozess gehörendes Blog „Fischbowl“ (Dort finden Sie auch den Text der ursprünglichen Power-Point-Präsentation vom August 2006 und Vieles mehr.)

Den Hinweis auf dotSUB.com ist dotsub.com und die neueste Version – mit dem Vorteil, dass man die Untertitel in vielen Sprachen wählen kann, fand ich beim Torsten Meyer, Erziehungswissenschaftler an der Universität Hamburg.

Weitere Hintergrund-Informationen und Versionen:

Einige bemerkenswerte und herausfordernde Aussagen:

  • Ganz viele Rahmenbedingungen ändern sich in zunehmender Geschwindigkeit. Die Kurve verläuft exponentiell!
  • Die Bevölkerungsanteile der Weltbevölkerung werden sich sicher verschieben.
  • Das verfügbare Wissen wächst rasend schnell und die Zugangsmöglichkeiten für viele Menschen wachsen noch schneller.
  • Durch expotenziell wachsende Medien-Nutzung verändert sich unsere Wahrnehmung der Welt und die Bewertung des Wissens
  • Schließlich können wir annehmen, dass die Anforderungen an erfolgreiche Lernumgebungen sich auch verändert haben.

Nun beginnt die pädagogische Herausforderung

Was bedeutet dieser Wandel für Schülerinnen und Schüler und natürlich auch für Lehrerinnen und Lehrer?
Die Diskussionen haben in manchen Kollegien und Meinungsgruppen und der pädagogischen Theorie begonnen.
Nun sind die Lehrkräfte gefordert, Versuche zu starten, zu erproben und Erfahrungen zu sammeln.

Die Lehrkräfte und die Schule sollen selbst in einen Lernprozess eintreten.
(Mehr dazu bald in einem nächsten Text in dieser Reihe.)

Weitere Tipps und Hinweise und selbstverständlich auch Diskussionsbeiträge sind sehr erwünscht

Wenn Sie Material verfügen

  • über Ausgangspunkt für neue Entwicklungen
  • über erfolgsversprechende Ideen
  • oder gelingende Praxis

bitte ich um einen Hinweis und möchte diese Tipps und Materialien dann gerne wieder hier veröffentlichen.

Auch Kommentare sind mir herzlich willkommen!

Links

Dieser Beitrag gehört zur Reihe “Schule verbessern”

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erstellt am 30.03.2009; zuletzt geändert am 10. Mai 2013 Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Menschen entscheiden irrational

Zusammenfassung

Haben Sie auch Zweifel an der Rationalität des Menschen und der Behauptung, gerade in wichtigen Fragen entscheide man doch verantwortlich und das heißt dann vernünftig?
Dann sind Sie in guter Gesellschaft.

Eine Rezension

Der Verhaltensökonomiker, Dan Ariely, untersuchte die Irrationalitäten der menschlichen Entscheidungen und beschreibt seine Fragestellungen, Experimente und Ergebnisse amüsant und mit einer wohltuenden Brise Selbst-Reflexion und Ironie – auch gegenüber sich selbst – in seinem Buch: Dan Ariely: Denken hilft zwar, nützt aber nichts
Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen

Alle sind betroffen

Tatsächlich sind alle betroffen: Wir behaupten, unsere Entscheidungen nach reiflicher Überlegung und getreu unseren Kriterien zu treffen.

Dabei bleiben viele Fragen offen:
Warum lassen wir uns von Sonderangeboten, oder gar Gratis-Zugaben zum Kauf im Grunde ungewollter, auf jeden Fall aber unnützer Dinge verleiten?
Warum spielen Vergleichspunkte (auch manipulativ eingeführte) eine so bedeutende Rolle?
Warum geben durchschnittliche Menschen mehr aus, als sie haben, und verschulden sich im Laufe der Zeit zunehmend?
Und warum sorgen wir nicht ausreichend für unser Alter, also die Zeit nach der Erwerbstätigkeit, vor – obwohl wir doch alle wissen, dass die gesetzliche Rente nicht ausreichen wird, unseren lieb gewonnen und gewünschten Lebensstandard zu halten?
Warum schieben wir wichtige Tätigkeiten immer wieder auf die lange Bank?

Eine grobe Zusammenfassung

Wir alle fällen (komplexe) Entscheidungen, indem wir den anstrengenden Weg der Faktoren-Klärung irgendwann abbrechen und aufgrund weniger – vor allem emotionaler – Faktoren intuitiv entscheiden.

Irrationale Entscheidungen haben an der Börse weitreichende Folgen

Besondere Bisanz bekommt das Nachdenken über die menschliche Irrationalität mit der Immobilien-, Finanz- und schließlich Schulden- und Währungs-Krise. Die These des Verhaltensökonomikers Dan Ariely lautet: Es ist kein Zufall, dass Menschen sich in dieser Weise krisenfördernd benehmen. Sie neigen zu irrealen Handlungen und man kann diese Neigung systematisch erfassen und schließlich voraussagen und das bedeutet, auch damit rechnen! – An dieser Stelle seines Buches startet er einen schon fast tragisch wirkenden Appell an die (Nation-)Ökonomen und alle Entscheidungsträger, mit diesen neuen Erkenntnissen das in der Ökonomie noch weitgehend vorherrschende Modell vom Mensch als „homo oekonomicus“ (Jeder Mensch suche systematisch seinen Vorteil und handele nur rational gemäß diesem Ziele.) zu revidieren oder wenigstens zu erweitern: Wer mit der Möglichkeit, irrational zu entscheiden rechnet, kann auch Wege finden, diese Einladungen mit zu bedenken und so etwas weniger wahrscheinlich zu machen – oder wenigstens mit dem Verhalten der Menschen zu rechnen. Wer die Möglichkeit grundsätzlich ausschließt, dass auch wichtige, z. B. wirtschaftliche Entscheidungen von einem Bündel menschlicher Motivationslagen beeinflusst werden könnte, wird immer wieder in die gleiche oder ähnliche Fallen tappen.

Eine Lese-Empfehlung für die Sommerzeit – auch in kleinen Abschnitten lesbar.

Weiterführende Links

  • Ein sehr nachdenklich machender Vortrag von Dan Ariely über Täuschungen (optische und kongnitive) und ob wir Herr unserer Entscheidungen sind.

erstellt am 10.08.2012; zuletzt bearbeitet am 27.12.2012       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

vierfach effektiv lernen

Moderne Hirn- und Lernforschung regen mich an.
So schlage ich hier ein vierfach gestuftes und aktivierendes Verfahren
zur Vertiefung und Überprüfung des Lernstoffs vor.

Ausgangslage

Der „Stoff“ ist mindestens einmal im Unterricht durchgearbeitet.
Anschließend stellen sich allen Beteiligten folgende Fragen:

  • Haben die Schülerinnen und Schüler den Inhalt (und – noch wichtiger: die Zusammenhänge) auch gelernt?
  • Was wissen die Schüler/innen wirklich?
  • Wie kann dieses Wissen so verfestigt werden, dass sie sich auch noch in Monaten und Jahren daran erinnern und es anwenden können?
  • Wie kann dieses vertiefende Lernen auch noch Spaß machen?

1. Schüler/innen entwickeln selbst Test-Fragen zum Unterrichtsthema

Die Klasse wird in Arbeitsgruppen zu 6 bis maximal 8 Personen eingeteilt. Die Schüler/innen setzen sich in diesen Gruppen in eine sinnvolle Sitzordnung.
Jede Gruppe entwickelt 1 bis 3 Test-Fragen zum Unterrichtsstoff und hält diese – gut lesbar – auf Zetteln (für jede Fragen einen einzelnen).

2. Schüler/innen formulieren selbst die erwartete, richtige Antwort

Anschließend schreiben die fragenden Gruppen eine jeweils optimale Antwort (sozusagen einen „Erwartungshorizont“).

3. Spielerische Test-Situation mit Bewertung durch die fragenden Schüler/innen-Gruppen

Nun werden die Fragen in der Klasse öffentlich gestellt und von einer anderen Gruppe beantwortet. Die fragende Gruppe bewertet die Antwort einer anderen Gruppe auf dem Hintergrund ihrer vorher aufgeschriebenen, als optimal erwarteten Antwort und gibt eine Note.

4. Überprüfung und mögliche Ergänzung oder Korrektur durch die Klasse und die Lehrkraft

Diese Bewertung wird von der gesamten Gruppe und der Lehrkraft überprüft. Möglicherweise sollte eine Antwort inhaltlich ergänzt oder eine Bewertung korrigiert werden.

Meine Erfahrungen mit diesem Verfahren

Nach anfänglichem Zögern und verständlicher Unsicherheit ob des ungewohnten Verfahrens lassen sich die meisten meiner Unterrichtsgruppen auf diese Art der spielerischen Lern-Kontrolle und Vertiefung des Verständnisses ein.
Den meisten Gruppen waren dann auch mit Spaß bei der Sache.
Bei mehrmaliger Anwendung – zum Beispiel in der Oberstufe – vermute ich auch bei Einzelnen einen Impuls zu veränderten, sinnvolleren Lern-Formen. (Vereinzelte Rückmeldungen von Schüler/innen haben mich erreicht und bestätigen meine Hoffnung.)

Mögliche Erweiterung

Noch tiefer wird ein auf dauerhaftes Lernen angelegtes Verhalten der Schüler/innen, wenn der überprüfte Stoff der letzten oder vorletzten Unterrichtseinheit entnommen wird. Dann wird kurzfristiges Pauken auf die morgen anstehende Klassenarbeit (nach dem „Kellner-Prinzip“: servieren und vergessen) nicht mehr belohnt und möglicherweise durch eine sinnvollere Lernmethode (regelmäßig kleine Portionen wiederholen) ersetzt.
(Vgl. dazu „Lernen: Für das Leben, nicht für die Klassenarbeiten! (…) Mit dieser einfachen Änderung werden Schüler und Studenten dazu angehalten, nachhaltig zu lernen und nicht ihre Zeit mit sinnlosem Gepauke zu verwenden.“ (SPITZER, Manfred: Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens. Heidelberg – Berlin: Spektrum. Akademischer Verlag; 3., korrigierte Auflage 2003; 410f)

Literatur-Hinweis und Quelle

SPITZER, Manfred: Lernen. Gehirnforschung und die Schule des Lebens. Heidelberg – Berlin: Spektrum. Akademischer Verlag; 3., korrigierte Auflage 2003:
Was Lernen beeinflusst (139-156 zu Aufmerksamkeit; 175-195 zu Motivation)
Schule (399-421)
Auch die hier dargestellte Grundidee wurde mir über Manfred Spitzer bekannt. Leider fand ich die exakte Quelle nicht mehr, in der er ein sehr ähnliches Verfahren für die Überprüfung von mathematischem Unterrichtsinhalt berichtete.

Weiterführende Links:

erstellt am 23.06.2008;
zuletzt inhaltlich überarbeitet am 9. April 2010;
dysfunktionale Links korrigiert am 19.11.2025       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Hirnforschung und Spannung – Größenwahn und Verantwortung

Zusammenfassung

Eine intelligente erzählte und spannende Geschichte über schräge Gedanken zur Hirnforschung und ihrer Missbrauchsmöglichkeiten.

Ein eigenes Lesevergnügen

Mit großen Vergnügen ließ ich mich von einem Thriller mit dem
widersprüchlichen Titel „Kritik der mörderische Vernunft“ unterhalten.
Der Autor Jens Johler entfaltet seine Geschichte von Anfang an auf mehreren Ebenen sehr
kreativ. Schon mit der ersten E-Mail des Mörders fängt der Erzähler
seine Leserinnen und Leser gekonnt ein.

Die Erkenntnisse
der wissenschaftlichen Hirnforschung
können auch missbraucht werden.

Die Idee der spannenden Geschichte ist, dass die wissenschaftlichen
Erkenntnisse der Hirnforschung zur Kontrolle der Menschen pervertiert
werden.
Dem Größenwahn der konspirativen Gruppe von Hirnforschern,
Sozialwissenschaftlern und Investoren entstpricht die verbohrte Haltung
des Mörders, der sich selbst „Kant“ nennt.
Er mordet prominente Hirnforscher und legitimiert seine Taten mit
Zitaten aus der kritischen Schrift „Terror der Wissenschaft“ des
Wissensschafts-Journalisten Troller.

Keine alltägliche Geschichte mit schönen Schilderungen des Alltags

In seine spektakuläre und damit nicht alltägliche Geschichte flicht
der Autor gekonnt Schilderungen von alltäglichen Gefühlsverwirrungen,
die immer aktuelle Frage nach Liebe und gelingende Beziehungen und
schließlich die Frage nach Verantwortung angesichts moderner
wissenschafts-technischer Möglichkeiten ein.

Zusammenfassend: Ein Lese-Tipp

Wer von Hirnforschung und Philosophie eine Ahnung hat, wird Schlüsselbegriffe und Zusammenhänge wieder erkennen.Die anderen werden vielleicht durch diese Lektüre zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit den Themen ermuntert.Eine Lese-Empfehlung für Menschen, die sich für ein oder mehrerer der folgenden Themen interessierenHirnfoschunglernenPhilosophieinvestigative RechercheVerschwörungstheorienspannender Unterhaltung

Weiterführende Links

Vorab-Rezension von Stefan Schleimbegeisterte Rezension von Florian Rötzer auf telepolis vom 17. Mai 2009

Website des Autors Jens Johler
Zum online-Buch-Kauf Jens Johler: Kritik der mörderischen Vernunft

erstellt am 9.06.2009, zuletzt inhaltlich bearbeitet am 04.11.2009      Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

nachhaltig lernen lehren – Schule verbessern (3)

Kurze Zusammenfassung

Allgemein ist die Funktion des Gehirns gut bekannt.
Wir wissen also theoretisch, wie Lernen gelingt.
In den Schulen wird aber überwiegend noch nach der Kurz-Zeit-Lern-Technik gearbeitet:
Zu Klassenarbeit muss der Inhalt gewusst werden, anschließend wird nichts mehr gefragt und nichts mehr wiederholt: Fast alles wird wieder vergessen!
Diese Erfahrungen aus Unterricht und Prüfungen machen mich sehr unzufrieden und nachdenklich: Eine andere Art der Klassenarbeiten kann eine Verhaltensänderung hin zum nachhaltigen Lernen der Schüler/innen bewirken.

Mein Ziel als Lehrer: Nachhaltiges Lernen lehren

Das Wichtigste in der Schule scheint mir zu sein, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie sich selbst notwendiges Wissen selbst erarbeiten und dass sie dabei effektiv werden.
Bisher habe ich dies dadurch angestrebt, dass ich zu Beginn meines Unterrichts über Grundlagen des Lernens und ein paar prinzipielle Funktionen des menschlichen Gehirns informierte und für ein dreistufiges Lern-Verfahren der Schüler warb.

Ein paar Schüler haben diese Empfehlungen aufgenommen und damit gute Erfahrungen gemacht. Es tut gut, nach einigen Jahren dann davon zu erfahren.

Die Mehrheit meiner Schülerinnen und Schüler hat aber zum Zeitpunkt, da ich ihnen eine neue Form des Lernens vorgeschlagen habe, bereits ihre eigene Vorgehensweise eingeübt und sehr stark verfestigt.
Eine Änderung dieses Verhaltens kostet Energie. Warum sollten sich die Schülerinnen und Schüler anstrengen? – Überwiegend hat die weit verbreitete Methode, erst kurz vor der Klassenarbeit zu lernen, bisher doch funktioniert!

Eine realistische Bestandsaufnahme:
Die Mehrheit der Schüler/innen lernt nach dem „Kellner-Prinzip!“

Wer Schülerinnen und Schüler aufmerksam beobachtet (und ich tue dies im Unterricht und manchmal auch in den Straßenbahnen vor und nach dem Unterricht) wird feststellen und hören können, dass sie erst kurz vor Klassenarbeiten oder Prüfungen wirklich ernsthaft lernen.

  • Sie haben dieses Verhalten gelernt. – Bisher hatte es in der überwiegenden Anzahl der Fälle auch funktioniert.
  • Wir Lehrerinnen und Lehrer haben sie so trainiert, denn wir prüfen in der Regel immer noch am Ende einer Unterrichtseinheit. Das hat ja auch einigen Sinn! Allerdings gibt es auch Nebeneffekte dieser Lehrer/innen-Verhaltens.

Es führt eben leider dazu, dass die Erträge dieser manchmal heftigen Lern-Bemühungen – weil im Kurzzeit-Gedächtnis gespeichert – eben auch nur kurz dort bleiben und dann sehr schnell wieder verloren gehen. – Langfristig bleibt eher eine Abneigung und ein Erlebnis von „Ich kann das halt nicht gut!“, also eher eine Ent- als Er-Mutigung.

Es werden frühere Unterrichtsthemen in Klassenarbeiten abgefragt.

Die Idee in Stichworten:

  • Optimal: Die in einer Klasse oder einer Jahrgangs-Stufe unterrichtenden Lehrkräfte einigen sich auf dieses gemeinsame Vorgehen.
  • Die betroffenen Klassen oder Kurse bekommen einige Grundinformationen über Lernen-lernen und die Grundfähigkeit des menschlichen Gehirns, mehrmals selbständig bearbeiteten Stoff gut zu erinnern.
  • Dann wird angekündigt, dass zukünftig jeweils ein Viertel der erreichbaren Punkte in einer Klassenarbeit oder Klausur über Aufgaben aus länger zurückliegendem und wiederholtem Unterrichtsstoff zu erarbeiten sein wird.
  • Vor jeder Klausur wird der entsprechende Stoff rechtzeitig angekündigt und in einer Schulstunde neu entstandene Fragen auch beantwortet.
    Für diese Wiederholungs-Stunde für länger zurückliegende Inhalte eignet sich die „Über-Kreuz-Frage-Methode“, wie sie im Beitrag „vierfach effektiv lernen“ dargestellt wurde.

Begründung

  1. Nur wenn es eine Verhaltensänderung (hin zum nachhaltigen Lernen, das heißt regelmäßigen Wiederholen und selbständigen Arbeiten) einen Unterschied macht (und das bedeutet für Schüler/innen, wenn die Noten sich ändern), werden wir ein anders Lehr-Lern-Verhalten etablieren können!
  2. Die Schüler/innen haben diese Verhaltensweisen als Reaktion auf bisherigen Unterricht und ihre Erfahrungen mit Leistungsmessungen entwickelt. Der Ansatz für eine Veränderung muss demnach höchstwahrscheinlich und logisch auch wieder in einer anderen Art von Unterricht und Formulierung von Aufgaben für Klassenarbeiten liegen.
  3. Kurzfristig wird sich der gefühlte Leistungsdruck bei der Schüler/innen erhöhen. (Ich höre sie schon rufen: „Was sollen wir denn noch alles lernen?“
  4. Langfristig wird diese gehirngerechtere Art zu lernen die Schüler/innen aber entlasten, denn sie werden sich durch regelmäßiges Wiederholen und Fragen-Stellen-Können in der Wiederholungsstunde vor der Klassenarbeit die Inhalte länger merken und neue Inhalte besser merken und einordnen können.

Eine Diskussion über Kommentare ist mir herzlich willkommen!

Dieser Beitrag gehört zur Reihe “Schule verbessern”

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zur Text-Reihe Profession Lehrkraft (besonders für Lehrerinnen und Lehrer)

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erstellt am 27.04.2009; zuletzt geändert am 17. November 2025      Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Was ist alltägliche Hypnose? – Profession Supervision 4

Zimmermanns These: Hypnotische Phänomene sind alltäglich!

Der klinische Hypnose-Ausbilder, Hans-Peter Zimmermann, erzählte in einem – leider nicht mehr zugänglichen – 40-minütigen Podcast (HPZs-Power-Podcast Nr. 59), wesentliche Grundfragen über Hypnose.

Oft werden diese nach Meinung des Hypnose-Fachmanns unbewusst, sicher oft aber auch bewusst eingesetzt. – Wie bei vielen anderen wirkungsvollen Instrumenten kommt es wesentlich darauf an, mit welcher Absicht und welcher Haltung sie eingesetzt werden.
Die vielgestaltig möglichen alltäglichen Suggestionen aufzudecken ist das Ziel seines kostenlosen E-Books „Hypnose im Alltag“. Ich habe den Text mit Gewinn gelesen und viele bekannte Muster wieder erkannt.
Diesen Text und vieles andere Anregende finden Sie auf der Website von Herrn Zimmermann, die ich empfehlen kann:

  • sehr anregend
  • pfiffig und – auch medial – vielfältig
  • unterhaltsam und humorvoll
  • und freigiebig

Welchen Bezug gibt es zum Beratungsformat „Supervision“?

Aus meiner Praxis als Supervisor kenne ich vielfältige Formen von suggestiven Einflüssen auf meine Klientinnen und Klienten. Häufig stelle ich auch hoch wirksame Selbst-Suggestionen fest. – Manche Problem-Beschreibungen sind zum Beispiel so gut eingeübt und darum so hartnäckig, dass es schwer fällt, andere Blickweisen darauf zu wagen.

Wie können Sie selbst bemerken, dass jemand oder Sie selbst mit hypnotischen Vorgängen konfrontiert ist oder war?

Solche Beeinflussungen können aufgedeckt und in ihrer Wirkung (im Sinne der Klienten) umgestaltet werden!

Für einen angstfreien und unbefangenen Umgang mit hypnotischen Phänomenen im Alltag

Hans-Peter Zimmermanns Definition von hypnotischen Phänomenen, von Suggestionen ist weit gefasst und folglich kann er auch mit guten Gründen annehmen, dass viele solcher Beeinflussungen im Alltag stattfinden.

Schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit hypnotischen Phänomenen und Trance-Zuständen.
Das bedeutet nicht, dass ich mir einbilde, nicht selbst auch immer wieder in solche Beeinflussungen verstickt zu werden.

Im Laufe der Zeit habe ich den Mut entwickelt,

  • mit solchen hypnotischen Phänomenen zu rechnen
  • mich ihnen zu widersetzen, wenn ich sie erkenne
  • sie bewusst und wohl überlegt einzusetzen.

Ich bin gespannt, was Sie davon halten!

Weiterführende Links

Artikel-Reihe zur „Profession der Supervision

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erstellt am 2.03.2009;
zuletzt bearbeitet: 14.10.2025;
dysfunktionale Links korrigiert am 19.11.2025       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Profession Lehrkraft (3): Impulse zur Selbstreflexion von Lehrkräften

Zur Professionalität von Lehrkräften zähle ich wesentlich

  • persönliche Kompetenz (persönliche Bewusstheit, Selbstreflexivität, Lernbereitschaft, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und Glaubwürdigkeit)
  • ausgewiesene Fachkompetenz für die unterrichteten Fächer
  • pädagogische Kompetenz (Zielgerichtetheit des pädagogischen Verhaltens auf dem Hintergrund eines eigenen pädagogischen Konzeptes)

Wie haben Lehrkräfte ihre eigenen Schul-Erfahrungen in Erinnerung?

Um diese zu erreichen, ist es meiner Erfahrung nach sinnvoll, sich die eigene schulische Erfahrung und die Einstellung zur Schule und zur Bildung bewusst zu machen. Denn, wenn ich über meine eigene Schüler-Zeit nachgedacht habe, kann ich vielleicht besser nachvollziehen, warum ich bestimmte Schüler-Typen nicht leicht erreiche: Sie haben vielleicht eine völlig andere Erlebniswelt und gehen von einer ganz anderen Einstellung aus auf die Unterrichts-Situation und die -Inhalte zu.
Daraus kann dann auch eine Gabe zur Selbstbeobachtung entwickelt werden. Diese Selbstreflexivität ist wesentlich, um sich gezielt eine eigene Unterrichtshaltung und einen eigenen Stil anzueignen. Diese Übung, über dich selbst nachzudenken und dabei das Nach-Fühlen nicht zu vergessen, kann vielfältige Rückfälle in Lehr-Lern-Muster aus der eigenen Schulzeit vermeiden helfen.

Eine kleine kabarettistische Anregung kann der Musiklehrer Hans Klaffl bieten

Er ist sehr nachdenklich darüber,
wie aus ganz normalen Menschen Lehrer werden können.

direkt zu youtube

Unter Stress fallen viele Menschen in früher gelernte Muster zurück.

Nach meinen Beobachtungen an mir selbst und anderen neigen Menschen unter Stress, sich an alte Muster aus früherem Erleben anzulehnen. Bei Lehrer/innen bedeutet dies, dass auch differenziert ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer mit einer Fähigkeit zu einem abwechslungsreichen und anregendem methodischem Unterrichtsstil unter Stress wieder in die ur-alten Verhaltens-Muster ihrer eigenen Lehrer, also in den Lehrer-Vortrag-Stil, zurückfallen.

Fachdidaktisch sind Ziele häufig gut, pädagogisch oft weniger gut beschrieben.

In der Ausbildung von Lehrkräften wird die fachliche Auswahl entsprechender Unterrichtsinhalte meines Erachtens gut bearbeitet.

Weniger ausreichend für die komplexe Situation vieler Unterrichtssituationen fällt die Fähigkeit von Lehrkräften zu einem pädagogisch-zielstrebigen Verhalten im Unterrichts aus.
Erschwerend kommt hinzu, dass in vielen Kollegien die Sprachfähigkeit zu pädagogischen Fragestellungen ungeübt ist. Gute Ratschläge wie „Augen zu und durch!“ oder „Lob der Disziplin!“ helfen da nicht wirklich weiter.
Solange Lehrkräfte in schwierigen Unterrichtssituationen nicht auf die kollegiale Unterstützung und Vernetzung zurückgreifen können, werden sie wahrscheinlich scheitern.

Schon in der Ausbildung zur Lehrerin / zum Lehrer stellt sich die Frage – oder sollten die Kandidat/innen sich die Frage stellen, ob sie diesen Beruf mit allen pädagogisch-vielfältigen Herausforderungen auch wirklich ergreifen wollen. Dazu können Basis-Seminare zur Erhebung der Selbst-, Sozial- und Stress-Bewältigungs-Kompetenz hilfreich sein, wie dies z.B. in der Universität Kassel praktiziert wurde (Stand 2009).

Auch die Einsicht, dass Supervision und Coaching bereits in der Ausbildung zur Lehrerin / zum Lehrer sinnvollerweise bekannt gemacht und eingeübt werden sollen, bricht sich langsam Bahn. (So waren sich Fachleute für die Lehrer-Ausbildung bei einer Konferenz im Mai 2011 darin einig und empfahlen den Einbau von Supervision und Coaching bereits in der Lehrer-Ausbildung.)

Ein eigenes Unterrichtskonzept könnte hilfreich sein.

Als jemand, der früher in anderen pädagogischen Zusammenhängen gearbeitet hat, ist es mir selbstverständlich, vor dem Start eines größeren Projekts ein pädagogisches Konzept zu schreiben.

In einem solchen Konzept könnte stehen

  • Wie ich über „lehren“ und „lernen“ denke
  • Welche Rahmenbedingungen ich für meine Unterrichtstätigkeit sehe
  • Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten ich als Lehrkraft mitbringe
  • Wo ich Grenzen spüre und mich weiter entwickeln möchte oder muss
  • Welche Werte und Inhalte mir wichtig sind
  • Wie ich mich als Lehrkraft selbst beschreibe
  • Welcher methodische Weg aus all dem folgerichtig von mir angestrebt wird

Die Anfertigung eines solchen pädagogischen Konzepts für jede einzelne Lehr-Persönlichkeit kann vielfältige Selbst-Einsichten bereit stellen und die beklagte Sprachunfähigkeit in pädagogischen Fragen etwas mindern.
Wenn in Kollegien über so begründete pädagogische Haltungen und Handlungsideen ein Austausch beginnt, kann eine neue Haltung zur Rolle als Lehrer/in entwickelt werden.
Dann sind auch Auswertungen am Ende eines Schuljahres allein oder im kollegialen Umfeld möglich, um den Lernprozess der professionellen Lehrkraft zu fördern.

Wenn ich meine Ziele und Ansprüche definiert habe, kann ich eher beschreiben, ob und wie ich diese erreicht habe. – Viele Lehrkräfte würden sich vermutlich wundern, wie erfreulich die Bilanz auch ausfallen kann und wie ermutigend es ist, bewusste Ziele zu erreichen und dies auch zu bemerken.
(Hier können Sie weiterlesen: …  Zum Feedback von Schülerinnen und Schüler
zum anonymen Feedback von Schüler/innen an Lehrkräfte über schule.net
Zur Auswertung von Unterricht … )

Auf solcher zielgerichteten, nachdenklichen und selbstreflexiven Haltung von Lehrkräften aufbauend sind dann auch Methoden-Trainings, Supervisionen und kollegiale Beratungsformen produktiv.
Selbstverständlich können Coaching, Supervision und auch manche kollegiale Beratung auch eine Unterstützung auf dem Weg zu einer solchen, ausdrücklichen und formulierten Professionalität sein.

Meine eigene Erfahrung: Schüleraktivierender Unterricht kann auch entlasten.

Der erfreuliche Nebeneffekt einer neuen Unterrichtshaltung mit mehr Aufmerksamkeit für die Lern-Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler ist eine deutliche Verlagerung der Anstrengung in die Vor- und Nachbereitung und ein entspannteres Unterrichten.

Methoden ohne dazu passendes Konzept können zu Chaos und zu Unterrichtsstörungen führen!

Ohne Selbstreflexion und persönlichen Lernwille der Lehrpersonen sind die sogenannten „modernen und offenen Unterrichtsmethoden“ der sprichwörtliche Flicken neuen Stoffs auf die brüchige alte Kleidung und führen entgegen allen Verheißungen zu mehr Enttäuschungen aller Beteiligten und entsprechend mehr „Unterrichts-Störungen“!
Dazu können Sie mehr im nächsten Beitrag lesen.

Ist das nicht sehr anspruchsvoll? –
Ja, der Lehrberuf ist anspruchsvoll und kann sehr schön sein!

Ich habe nie behaupten wollen, dass Lernprozesse zu organisieren und zu unterstützen einfach sei.
Ich meine aber, diese Anstrengung lohne sich.
Wenn ich meine Ziele, Methoden und Erfahrungen beschrieben habe, kam ich dafür eine Vorstellung und dann die Möglichkeit entwickeln, mich darüber auszudrücken und damit mit Kolleginnen und Kollegen und Interessierten gemeinsame Vorstellungen finden und wirksam sein.
Das macht mir große Freude und ist ein sehr zufriedenstellendes Gefühl.

Weiterführende Link-Empfehlungen

entwickelt im Herbst 2008; zuletzt leicht überarbeitet am 20.04.2023 Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Profession Lehrkraft (1): anregen zum selbständigen Lernen

Zusammenfassung


Die Hauptaufgabe von Lehrkräften ist,

zum Lernen anzuregen.

Mit diesem Beitrag beginnt eine thematische Serie zur „Profession Lehrkraft“.

Zur Professionalität von Lehrkräften zähle ich wesentlich

  • persönliche Kompetenz (persönliche Bewusstheit, Selbstreflexivität, Lernbereitschaft, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und Glaubwürdigkeit)
  • ausgewiesene Fachkompetenz für die unterrichteten Fächer
  • pädagogische Kompetenz (Zielgerichtetheit des pädagogischen Verhaltens auf dem Hintergrund eines eigenen pädagogischen Konzeptes)

Die Entwicklungsrichtung:
„Vom Vor-Sprechen zur Anregung selbständigen, nachhaltigen Lernens“

Lernen ist ein sehr komplexer allgegenwärtiger Vorgang, den in der Hauptsache die lernende Person selbst vollzieht, weil unser Gehirn ständig (oft unbewusst) lernt. (In der Fachdiskussion wird dies unter dem Stichwort „informelles Lernen“ diskutiert.)

Hilfreich sind Anregungen und Zutrauen

Unterstützt wird Lernen durch eine anregende, das heißt abwechslungsreiche Umgebung und durch das Zutrauen und die Zuschreibung signifikante Bezugspersonen (Eltern, Peergroups, Lehrer, Trainer, Dozenten, Kolleg/innen und auch Medien), dass jemand erfolgreich lernen wird.
Diese Grund-Haltung zu anderen Menschen und der pädagogischen Arbeit hat Royston Maldoom wunderbar formuliert. (mehr dazu …)
— Umgekehrt wird viel Lernbereitschaft und -interesse durch ungünstige Rahmenbedingungen (vor allem Langeweile und Zuschreibungen von wahrscheinlichem Scheitern) „verbraucht“.

Alle Menschen wollen und können lernen!

Ich unterstelle den allermeisten Menschen einen Lernwillen und eine Lernbereitschaft, die sich aus einen natürlichen Neugierde und einer anfangs schier unerschöpflich scheinenden Energie speist. Dieser natürliche Lernwille wird unterstützt, wenn die Lernenden in die Zielfindung und die Auswahl des Materials eingebunden werden.

Gemeinsame Auswertung und Lern-Ziel-Kontrolle

Um angezielte Lernerfolge beurteilen zu können, suchen wir erkennbare Verhaltens- und Einstellungs­än­de­rungen als Zeichen für erfolgte Lernprozesse zu beschreiben. Um also Lernen und seinen Erfolg zu überprüfen, bedarf es der Auswertung (möglichst nach vorher festgelegten ‑ und optimal auch veröffentlichten – Erfolgskriterien). Sinnvollerweise werden dabei sowohl die Sicht der Lernenden als auch die Sicht der Lehrenden/Begleitenden zusammen herangezogen.
In sofern lernt nie immer nur eine Seite, sondern immer Lehrer und Schüler, Teilnehmer/innen und Fortbildungsleitungen etc. (mehr dazu in einem eigenen Beitrag zur „gemeinsamen Auswertung von Unterricht“ …)
Oft wird dieser wechselseitige Prozess allerdings nicht wahrgenommen und wirkt daher umso heftiger in seinen Konsequenzen.
(Zum Beispiel lernen Lehrkräfte aus dem Stress, einer großen Schülerinnen- und Schülergruppen gegenüber stehen zu sollen und den Misserfolgen ihres Frontal­unter­richts leider zu oft die Musterwiederholung „Mehr vom Selben!“ und „Sehr viel deutlicher Leistung oder angepasstes Verhalten einfordern.“).

Auch für Schüler/innen ist eine Umorientierung sinnvoll.

Viele Schülerinnen und Schüler lernen im Laufe ihrer Schulzeit ein Lernen nach dem „Kellner-Prinzip“:

  • kurzfristig
  • sehr anstrengend (Die Jugendlichen nennen das selbst „stressend“.)
  • kaum aneignend
  • und sehr schnell nach der Klassenarbeit oder der Prüfung wieder vergessend.

Meiner Einschätzung nach vergeuden sie dadurch Unmengen von wertvollen Lebensstunden.
Ich schlage eine effektivere Lern-Art vor. (mehr dazu …)

Meine eigenen Vorschläge zu einer anderen Unterrichtskultur

  1. Ich gebe Grund-Informationen über die Vorlieben unseres Gehirns zu lernen, den natürlichen Prozess des Vergessens (Kurve des Vergessens nach Ebbinghaus) und die daraus abgeleiteten Empfehlungen, sich den Stoff aktiv anzueignen und regelmäßig zu wiederholen. (Dazu habe ich die wichtigsten Informationen auf drei Arbeitsblättern für die Schülerinnen und Schüler zusammen gefasst.)
  2. Ich beziehe die Teilnehmer/innen in den Auswahlprozess der Themen und Methoden ein und beteilige sie an der Auswertung. (mehr dazu …)
  3. Ich gestalte den Unterricht nach Möglichkeit anregend, abwechslungsreich und aktivierend. Methodisch gibt es sicherlich ausreichendes Material.

Diese Vorschläge sind Ergebnisse meiner eigenen Erfahrungen und meiner Reflexionen allein und mit anderen, teilweise in kollegialen Beratungen und auch in Gruppensupervisionen für Lehrkräfte.

Wenn Sie Ihre Erfahrungswerte und Gedanken zu diesem Beitrag mitteilen wollen, nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion oder schreiben Sie mir eine E-Mail. Vielen Dank.

Weiterführende Links

  • Dieser Beitrag gehört zur Text-Reihe Profession Lehrkraft.
  • Auch die Artikelserie zu „Schule vebessern“ könnte für Sie interessant sein.

entwickelt im Sommer 2008; zuletzt überarbeitet am 12. September 2021 Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag