Mit dem zweiten Blick sieht man besser und erreicht mehr

Wer kennt das nicht? – Hinterher bin ich immer schlauer!

Nach einer herausfordernden Situation fallen mir oft weitere mögliche Entgegnungen, Redebeiträge oder kluge Fragen ein. Ich wäre gerne geistesgegenwärtiger, schlagfertiger oder reaktionsschneller. –

Die gute Gelegenheit scheint aber vorüber!

Wer legt das fest? Warum lege ich mich fest?

Warum lasse ich mich oft einschränken?
Vielleicht sollte ich mir und der Situation eine weitere, zweite Chance geben!

Was ist der zweite Blick?

Ich schlage regelmäßig „den zweiten Blick“ vor: Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, nochmals über das Zurückliegende nachzusinnen und alternative Umgangsweisen oder andere Reaktionen durchzuspielen.

Es geht darum, sich Zeit und Gelegenheit zu nehmen, um über das Zurückliegende nachzusinnen, zu reflektieren und einen anderen Ausgang für möglich zu halten.

Damit gebe ich mir selbst die Chance, aus Gewohnheiten, Standardbewertungen und damit der unwillkürlichen, automatischen Steuerung meines Lebens (dem „Autopilot-Modus“) auszusteigen.

Reflexion hat Vorteile.

Reflexion ist ein mächtiges Werkzeug. Sie ermöglicht es uns, unsere Gedanken und Handlungen zu überprüfen und zu verbessern. Durch Reflexion können wir mehr und möglicherweise bessere Einfälle finden. Im Nachhinein, beim zweiten Blick, fallen uns oft klügere Lösungen ein.

Zudem gibt uns die Reflexion mehr Wahlfreiheit. Durch das Überdenken von Situationen erkennen wir, dass nichts wirklich alternativlos ist. Dabei können reflexartige Reaktionen noch einmal kritisch beleuchtet, tiefer durchdrungen und möglicherweise auch korrigiert werden.

Allgegenwärtige Dilemmata und Ambivalenzen wahrnehmen und aushalten

Mit mehr Ruhe und Distanz kann ich auch Dilemmata und Ambivalenzen als Realitäten in meinem Leben erkennen und würdigen. Manche antrainierte Routine stammt aus dem Vermeidungsversuch dieser tatsächlich kaum zu vermeidenden Spannungsfelder.

Erst ein ruhiger und zweiter Blick lässt zwiespältige Gefühle und Spannungen zu. Die Hoffnung, Dilemmata aufzulösen, halte ich für eher idealistisch. Realistisch ist wohl eher, einen geduldigen Umgang damit zu finden und sie zu ertragen.

Ressourcen und Wahlfreiheit

Reflexion offenbart mehr Ressourcen und Wahlfreiheit. Wenn wir uns Zeit nehmen, um über Situationen nachzudenken, erkennen wir, dass es oft viel mehr Möglichkeiten gibt, als wir zunächst dachten.

Dies gibt uns die Freiheit, uns für die beste und angemessene Option zu entscheiden.

Im Laufe der Einübung kann außerdem eine reflexive Grundhaltung entstehen, die zu schnelle Reaktionen bei wesentlichen Punkten vermeidet und zu spontane Fehlleistungen eher minimieren.

Stimmigkeit und stimmige Kommunikation

Stimmigkeit ist wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Beziehungen. Durch den zweiten Blick können wir unsere Kommunikation verbessern und sicherstellen, dass unsere Worte und Handlungen im Einklang mit unseren Werten stehen. Stimmige Kommunikation ist ein Weg zu erfolgreichen Beziehungen und einem erfüllten Leben.

Praktische Anregungen

Wie kann man den zweiten Blick umsetzen? Hier sind einige Wege:

  • Reflexionszeiten einüben, etwa Tagebuch, Briefe oder andere Texte schreiben: Ein Tagesrückblick am Abend oder das Aufschreiben von Gedanken können helfen, Situationen besser zu verstehen und den Raum für alternative Lösungen zu eröffnen.
  • Kurzfristige, gedankliche Reflexion und zeitnahe Korrektur: In manchen Alltagssituationen erlebe ich, dass ich mich zu einer schnellen und unklugen Aus- oder Zusage hinreißen lasse. Dann bemerke ich schon beim Herausgehen aus der Situation eine Unstimmigkeit oder ein Bedauern. Z. B. „Hier hätte ich realistisch sicher nicht zusagen dürfen! Warum habe ich nicht Nein gesagt?“
    Hier empfehle ich, sich kurz Zeit zu nehmen und dann – lieber zeitnah als mit längerem Abstand – das Geschehene nochmals anzusprechen und die passendere Antwort zu geben, zum Beispiel „Danke, dass Du mir das zutraust und es lockt mich auch. Tatsächlich ist es für mich realistisch nicht zu leisten und ich muss Dir leider absagen.“
  • Gespräche mit vertrauten Menschen: Durch das Nachbesprechen von Situationen mit anderen können wir neue Perspektiven gewinnen. Tatsächlich hilft mir die Suche nach Formulierungen zu einem tieferen Verständnis.
  • Auch andere Sichtweisen wahrnehmen.
    Beispielsweise findet die Politologin und Nato-Strategin Florence Gaub, dass man die aktuelle Vorgehensweise des amerikanischen Präsidenten Donald Trump auch nicht-katastrophisch interpretieren könne: „Eine krassere Aussage gibt es doch nicht“ (über die Äußerungen zu Europa; im Interview von Marc von Lüpke; T-Online-Portal, zuletzt aktualisiert am 18.12.2025)
  • Kollegialer Beratung: Manchmal helfen Kolleg*innen. Eine bewährte Struktur für kollegiale Beratung können Sie hier herunterladen (pdf; 283 KB).
  • Professionelle Begleitung im Coaching oder der Supervision
    Manchmal reichen eigene Arbeit oder die Unterstützung des sozialen Umfeldes nicht aus und es ist sinnvoll, sich professionelle Unterstützung zu gönnen. Mehr dazu und zu meinen Angeboten

Probieren Sie die zweite Chance aus!

Der zweite Blick ist eine wertvolle Möglichkeit zum besseren Verständnis von Situationen, zu besseren Entscheidungen und zu stimmigeren Kommunikation.

Warum nicht regelmäßig den zweiten Blick einüben?

Sicher bedarf jede neue Gewohnheit Übung:

  • Man kann üben, den zweiten Blick überhaupt erst zuzulassen.
  • Und man kann üben, mit der nötigen Freiheit – zum Beispiel – eine vorschnelle Zusage auch wieder zurückzunehmen.

Quellen und Verweise

entwickelt zwischen Mitte Oktober und Mitte November 2025;
zuletzt ergänzt am 21.02.2026/17:08 h       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Sie können mich buchen: Höre zu, rege an, entwickle, vernetze und biete Coaching, Supervision und Fortbildung.

Menschen, Gruppen und Teams bei der Entdeckung und Entwicklung ihrer kommunikativen, leitenden oder pädagogischen Möglichkeiten zu unterstützen und mit ihnen weitere Perspektiven zu (er-)finden, erfüllt mich und macht mich zufrieden.

Die Version für Eilige:

Als DGSv-zertifizierter Coach/Supervisor und Fortbildner unterstütze ich Menschen, die mit anderen Menschen arbeiten, Ihre Aufgaben (selbst-)bewusst, erfolgreich, zufrieden und anhaltend gesund zu bewältigen.

In strukturierten Gesprächen und Übungen suchen wir nach Verständnis, Möglichkeiten, verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen Haltungs- und Handlungsmöglichkeiten.
Eingeübte Sicht- und Erlebnis-Gewohnheiten werden angefragt, eventuell verlassen und damit neue Wege entdeckt, erkundet, erprobt und eingeübt.

Das passende Format finden wir gemeinsam in einem Vorgespräch, in dem wir auch klären, ob ich zu Ihrem Auftrag passe und wir zusammenarbeiten wollen.
Schreiben Sie mir gerne Ihr Anliegen per Mail oder rufen Sie mich an.

Glut in einem Holzfeuer

Ausführlicher: Wofür ich mich gerne engagiere

Mehr Möglichkeiten (er-)finden,
Verbindendes wahrnehmen,
ermöglichen, anreichern, reflektieren, entscheiden
und gut leben, wirksam (zusammen-)arbeiten,
(sich) verstehen, entwickeln, wagen und erproben.

Selbstreflexion und Selbstwirksamkeit

Wer Berufliches oder Ehrenamtliches überwiegend gerne und länger tut und dabei auch reflexiv und selbstreflexiv weiterdenkt und -lernt, wird auf Dauer sehr wahrscheinlich Qualität, Selbstwirksamkeit und daher Sinn und Zufriedenheit erleben.

Anfangen ist ein guter Anfang
– mit hilfreichen Gewohnheiten und Verstehen,
gerne auch in kleinen Schritten

und aufhören
– mit Ablenkungen, Abwertungen
(von sich selbst und anderen) und Hass

Entwicklung, Lernen, Leiten und Zusammen-Arbeiten kann große Freude machen – wenn wir gemeinsam dabei erfolgreich sind!

  • Gute Leitungen fördern Leistungen, Kreativität, Lösungen und Zusammenhalt.
  • Erfolgreiches Lernen (ob in Fortbildungen oder im Unterricht) macht Lernenden, Lehrenden und Leitenden Freude und wirkt nach.
  • Eine „kollaborative Grundhaltungen“ führt in der Regel zu kreativen und erfolgreichen Arbeitsgruppen, Teams und Kollegien. (Die Rahmenbedingungen sollten stimmen und dafür haben alle Beteiligten mit zu sorgen.)

Dazu möchte ich jeweils Anregungen und Beiträge leisten.

Ich berate, supervidiere und coache

in Supervision und Coaching – in unterschiedlichen (auch online-) Formaten – für

  • Verständnis und Klärung Ihrer aktuellen Situationen
  • bisherige (Lösungs-)Versuche
  • Erweiterung Ihres Überblicks und Suche nach möglichen Entlastungen
  • Erweiterungen Ihrer Entwicklungschancen für Sie, Ihrer Arbeitsgruppen, Teams oder Kollegien und gelingende Zusammenarbeit.

Ich habe über 22 Jahre unterrichtet und die Entwicklung von Schulen und Kollegien gefördert.

Dazu finden Sie hier Ideen, Protokolle und Reflexionen meines Unterricht, kollegiale Anregungen und Material für den eigenen Unterricht.
Gerne lade ich dazu ein, barcamps als Schulentwicklungsinstrument zu nutzen, außerdem rege ich Pädagogische Fallbesprechungs-Gruppen an und bin auch bereit, den Start-Impuls einer solchen Gruppe zu begleiten.

Ich bilde fort

Menschen, Teams, Kollegien, die mit anderen arbeiten, für

  • gelingende Selbststeuerung und Zusammenarbeit
  • gutes Leiten, Lehren und Unterrichten
  • Entwicklung passender Arbeitsstrukturen und entlastender Routinen
  • … oder zu Ihren Themen.
    Ich bin gespannt auf Ihre Anfrage.

Das große Hintergrundthema ist „lernen“.

Menschen können immer weiter lernen.
Damit dürfen wir rechnen.
Selbst nutze und gestalte ich diese Möglichkeiten – gerne mit und für Sie.

Aktuell können/müssen/dürfen wir alle Gelassenheit angesichts vieler krisenhafter Entwicklungen lernen.

Ich selbst habe gelernt mit technischen Möglichkeiten auch passende Formate für online-Kontakte für Zeitdruck oder angesichts großer Entfernungen bereitzustellen.

Eine mir wichtige, wesentliche Erkenntnis

„Am Ende läuft es darauf hinaus:
Balance ist eine Illusion,
Balancieren eine Notwendigkeit.“
Reinhard K. Sprenger
in Kursbuch 222 (Juni 2025)

Kurz-Information zur Supervision/Coaching

Supervision und Coaching verstehe ich als einen verabredeten und begleiteten Such-, Er-Finde- und Lernprozess zu für Sie passenden Antworten, Lösungen und Perspektiven Ihrer Entwicklung.

Dabei habe ich die gelegentliche Tempo-Verlangsamungen für mehr Genauigkeit als hilfreich entdeckt:
Lieber nicht vorschnell behaupten, verstanden zu haben, sondern nochmals prüfen und nach-fragen,
die Blickwinkel wechseln und Verhaltensweisen überprüfen und erproben.

Dabei sichere ich meine eigene Berater-Qualität durch kollegiale Kontrolle und den Fachdiskurs in meinem Berufsverband Deutsche Gesellschaft für Supervision und Coaching und im kollegialen Netzwerk der Freiburger Vereinigung von SupervisorInnen.

über Michael Veeser-Dombrowski

Seit 2008 blogge ich hier unregelmäßig,
denke dabei schriftlich über meine Projekte und Themen nach, vergewissere mich dabei selbst und teile meine Ideen.

Wenn wir uns gute Ideen mitteilen und sie austauschen, gestalten wir unser Leben und Arbeiten entlastender, angeregter, (selbst-)reflexiver und – so meine Erfahrung – zufriedenstellend.
Diesen Austausch fördere ich hier.

Meine Themen sind:

  • bewusst, neugierig, selbstreflexiv und selbstwirksam arbeiten, entscheiden und gestalten
  • lernen und lehren mit Spaß: Fortbildung, Leitung, Kooperation, Schule und Unterricht
  • bewusst engagiert, mehrperspektivisch und belastbar gut leben
    – auch in ungünstigen Rahmenbedingungen
Michael Veeser-Dombrowski schaut freundlich und neugierig

Ich unterstütze als lebens- und berufserfahrener Coach, Supervisor (DGSv) und Fortbildner überwiegend sozial, lehrend und leitend Handelnde, Ihre Aufgaben zufrieden und anhaltend gesund auszuüben.

14 Jahre unterstützte ich Jugendliche bei ihrer persönlichen Entwicklung und über 22 Jahre habe ich an beruflichen Schul-Zentren mit Technischen Gymnasien unterrichtet und gearbeitet.

Mit Fragen nach Wachstum, Planung, Orientierung, Denken, Lernen, Entscheidungen und Organisation kenne ich mich aus.

eine andere Darstellung meiner Anliegen und Arbeitsweise finden Sie im Berater-Profil

Für Ihre Anfrage können Sie ein konzentriertes, telefonisches Vorgespräche – sehr gerne via veeser-dombrowski.youcanbook.me – vereinbaren. – Möglicherweise kann später auch ein zoom-Call hilfreich sein.

Fragen beantworte ich – nach Möglichkeit – gerne.

Stellen Sie mir diese gerne per E-Mail.

Die Grundidee für diesen Text stammt aus 2018;
zuletzt überarbeitet am 9.03.2026       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Unterstützung, kollegiale Beratung und Lehrercoaching

Sie verbringen viele Zeit und Energie in beruflichen Zusammenhängen.

Ich wünsche Ihnen,

  • dass es Ihnen in Ihrem Beruf überwiegend gut geht
  • dass Sie bei einer „Bilanz“ Ihrer beruflichen Zusammenhänge zufrieden sind
  • dass Sie Kolleg*innen gefunden haben, mit denen Sie sich pädagogisch austauschen können
    (vielleicht in einer Fallbesprechungsgruppe oder einer Gruppensupervision)
  • dass Sie mit Kolleg*innen vernetzt sind, mit denen Sie Ideen und Material austauschen können
  • dass Sie im Bedarfs- oder Konfliktfall auf ein vertrautes und gepflegtes Netzwerk zu Ihrer Unterstützung zurück greifen können.

Wenn Sie Unterstützung suchen oder der Beruf über eine längere Zeit keine Freude mehr macht, gibt es Möglichkeiten der Unterstützung und Wege der Veränderung: zum Beispiel in einer Supervision oder einem Coaching.

Ich empfehle Lehrerinnen und Lehrern immer wieder mit begründetem Nachdruck Gruppen zur Supervision oder zum Coaching

In einem eigenen Text begründe ich, warum ich gerade für die oft einzeln arbeitenden Lehrkräfte das Gruppen-Format zur Unterstützung für besonders sinnvoll halte.

Auch kollegiale Beratung kann ein Weg zur Entlastung und Klärung sein.

Dazu können Sie eine bewährte Struktur für kollegiale Beratung hier herunter laden: pdf; 283 KB.

Bei Bedarf biete ich auch andere Formate an:

  • Einzel-Supervision
  • Coaching
  • Team-Supervision und Konzept-Entwicklung
  • Fortbildung zur Leitung einer kollegialen Fallbesprechungsgruppe

Supervision/Coaching sind erprobte Maßnahmen zur Vorbeugung gegen den gefürchteten Burnout.

Weiterführende Link-Empfehlungen

entwickelt im Januar 2008;
zuletzt bearbeitet am 2.11.2024/21:12 Uhr       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag 

Warum Lehrkräften Gruppensupervision zu empfehlen ist

Viele Lehrkräfte (Lehrerinnen und Lehrer, auch Dozentinnen und Dozenten)  lieben ihren Beruf und sind glücklich.

Vielleicht sind manche

  • angestrengt, manchmal gesundheitlich gefährdet
  • zu einem typischen Einzel-Kämpfer-Arbeitsstil eingeladen
  • jenseits der fachdidaktischen Fragen alleine und haben wenig qualifizierte Austausch- und Unterstützungs-Gelegenheiten.

Ich wünsche allen Lehrkräften sichere Erfolge und Berufszufriedenheit, Entlastung und ein kollegiales Netzwerk zur Unterstützung und zum Austausch.

Meine Einfälle zum „Einzel-Kämpfer-Modell“

  1. In den meisten Ausbildungen zu Lehrkräften spielen „Lehrproben“ in unterschiedlicher Form eine entscheidende Rolle.  –
    Das kann bedeuten, dass die Erinnerung an unangenehme Erfahrungen dieser Art die Bereitschaft von Lehrkräften, sich bei der Unterrichtsarbeit beobachten zu lassen, deutlich gemindert hat.
    Genau dies erzählen mir viele Lehrerinnen und Lehrer (in Ausbildung oder auch langjährig erfahrene).
  2. Herkömmlicher Unterricht wird fast ausschließlich von einer Lehrkraft alleine geleitet. –
    Da liegt der (Kurz-)Schluss nahe, ihn auch ganz alleine vorzubereiten.
  3. Die Regulierungsdichte im Umfeld der Schule ist sehr hoch. –
    Im Unterricht wollen sich Lehrkräfte nicht auch noch nach anderen Personen – zum Beispiel an Kolleg*innen – orientieren.
  4. Bei einer nicht unerheblichen Anzahl von Lehrkräften nehme ich eine Scheu wahr, „noch nicht ganz fertigen Unterricht“, also Unterrichtsideen, die noch weiter entwickelt werden können, an andere weiter zu geben oder diesen zu zeigen. –
    Im hoch verdichteten Alltag des Unterrichtens an Schulen (mit 25 bis 28 Wochenstunden Unterrichtsverpflichtung) ist es unmöglich, jeden Unterricht optimal vorzubereiten.
    Statt sich und anderen die gelegentliche Unsicherheit einzugestehen, wird diese vertuscht: „Es ist mir lieber, wenn mir beim Unterrichten niemand zuschaut!“, höre ich dann als typische Antwort auf meine Anfrage (zum Beispiel im Auftrag von Praktikantinnen und Praktikanten).

Aus meiner Sicht empfehle ich:

  1. Lehrkräfte können sich wesentlich unterstützen, indem sie kooperieren und:
    > „kollaborativ“ Unterrichtsideen entwickeln
    > Material austauschen
    > sich über gelungene, aber auch „interessante“ oder schwierige Unterrichtssituationen kollegial beraten.
  2. Lehrkräfte können ihren Stress reduzieren, in dem sie einander ihre Unsicherheit bei „noch nicht optimal vorbereitem Unterricht“ mitteilen und sich ab und zu emotionale und auch inhaltliche Unterstützung erbitten.
Wortwolke zum Arbeitsfeld der Lehrkraft

Wenn Lehrerinnen, Lehrer, Dozentinnen und Dozenten sich in Gruppensupervisionen wechselseitig unterstützen und unterstützen lassen, so können sie dabei – neben der Beratung ihrer „Fälle“ und Themen – ein Modell erfahren, wie sie sich wechselseitig stärken können.
Darum schlage ich dieser Personengruppe nachdrücklich Gruppensupervision für Lehrkräfte vor.
Da ich mich selbst als „Supervisor“ bezeichne, spreche ich von „Gruppen-Supervision“. In der Praxis biete ich – in Absprache mit der Gruppe – auch Elemente aus Coaching-Verfahren und auch Coachinggruppen an.

Ist eine sich wechselseitig unterstützende und kollegiale Haltung in der Gruppe (z.B. nach einer Supervision) eingeübt, kann in vielen Fällen auch eine kollegiale Beratung (ohne Leitung eines Coachs oder Supervisors) angeschlossen werden.
Einen Vorschlag für einen hilfreichen Ablauf finden Sie hinter diesem Link.

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entwickelt im Frühjahr 2008; zuletzt überarbeitet: 2. Juli 2023       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Kollegialer Arbeitsstil hilft Professionals

In unterschiedlichen Arbeitsstellen, Arbeitsgruppen oder Teams habe ich in meinem bisherigen Arbeitsleben allermeist gute Erfahrungen mit einer gewollten und gepflegten Zusammenarbeit gemacht. Das nenne ich Kollegialität.
In diesem Text möchte ich zur Erprobung kollegialer Arbeitsformen ermutigen.
Meine Praxisbezüge und -beispiele beziehe ich dabei aus dem Lehrerberuf, den ich aktuell an einem beruflichen Schulzentrum in Freiburg ausübe. Sie können jedoch – so meine ich – ohne Probleme auf andere Bereiche übertragen werden.

Gemeinsam wirksam werden

Insbesondere in der Arbeit mit Gruppen oder der Leitung sind gemeinsame Eckpunkte und gegenseitige Unterstützung wesentlich und verstärken die Wirksamkeit.

Praxisbeispiel: Für die Leitung einer Klasse ist es offensichtlich nützlich, wenn die Lehrkräfte sich auf gemeinsame pädagogische Leitlinien verständigt haben und diese gemeinsam vertreten. Vom Einzelkämpfer*innen-Dasein möchte ich nachdrücklich abraten.

Gemeinsam angenehmer arbeiten

Bei Aufgaben mit kreativen Anteilen sind vielfältige Ideen und der Austausch derselben ohne Zweifel zielführend. Niemand muss das Rad neu erfinden und die Ideen zu teilen, kann vielfältig entlasten und macht die Arbeit angenehm.

Außerdem ist ein angenehmes Arbeitsklima stabilisierend. Humor und gemeinsames Lachen geht oft leichter zu mehreren und kann eine angenehme (Pausen-)Auszeit sein. (Für Sie getestet.)

Praxisbeispiel: Bei Unterrichts-Konzeptionen und Erstellung von Unterrichtsmaterial kann ein gemeinsames Brainstorming zu Beginn hilfreich sein. Man könnte sich arbeitsteilig bei der Ausarbeitung entlasten.

Gemeinsam widerstandsfähiger und gesünder bleiben

Wenn die Herausforderungen größer oder gar grenzwertig werden, ist ein kollegiales Umfeld und kollegiale Unterstützung wesentlich für

  • die Selbstreflexion in durch Sprechen
  • mentale Unterstützung
  • Suche nach mehr Lösungswegen

Praxisbeispiel: In vielen Gesprächen im Lehrer*innen-Zimmer werden anstrengende Situationen aus dem Unterricht kollegial nachbesprochen. Während des informellen Sprechens im wohlwollenden Rahmen wird den Vortragenden in der Regel schon ein wenig klarer erkennen, wo die Probleme liegen könnten. Durch die kollegiale Anteilnahme und Unterstützung – eventuell auch durch Anreicherung durch eigene Erfahrungen – werden alternative Verhaltensmöglichkeiten sichtbar.

Gemeinsam anspruchsvollere Aufgaben oder Konflikte bewältigen

Aus dem bisher formulierten ergibt sich für mich klar, dass für anspruchsvollere Aufgaben mehr als nur ein Kopf, eine Person, eine Idee oder eine naheliegende Handlungsmöglichkeit nötig sind. Gemeinsam kann eine höhere Qualität erreicht werden. Im Umgang mit Menschen kann die kollegiale Fallbesprechung, Feedback und oder auch kollegiale Kritik zur Professionalisierung führe.

Praxisbeispiel: Die Professionalisierung des informellen Austauschs – oft in Pausen – über herausfordernde und als problematisch erlebte Unterrichts-Situationen in einer Pädagogischen Fall-Besprechungsgruppe kann ich allen Lehrkräften nur empfehlen.

erstellt am 10.04.2021;
zuletzt leicht inhaltlich bearbeitet am 10.04.2022/19:46 Uhr;
dysfunktionale Links korrigiert am 26.02.2026/10:49 h       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

lernen als Resonanz

Leider sprechen die Redner Jens Beljan und Hartmut Rosa sehr schnell.
Die Ideen in diesem einstündigen Video finde ich sehr beachtenswert:

Wie gelingen Unterrichtssituationen, in denen es „knistert“, in denen Menschen (innerlich und äußerlich) lachen, tanzen und singen?

Wie kommen die Schülerinnen und Schüler zum eigenen Schwingen (nicht zum Echo!) und erleben sich als selbstwirksam?

Vielleicht hilft das Bild von der Resonanz auch, die kräftezehrenden Phänomene um die Deutung von misslingenden Lehrer-Schüler-Verhältnissen als „Kampf“ zu überwinden.

Bin gespannt auf Ihre Meinungen.

erstellt am 15.10.2016; zuletzt bearbeitet am 16.04.2016       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

entlasten und gesund bleiben (Profession Lehrkraft – 21)

Kurzfassung:
Nicht nur immer Neues entwickeln,
sondern manches bewusst beenden,
loslassen und sich entlasten,
um gesund zu bleiben.

Der Lehr-Beruf kann als sinnvoll und schön, als vielfältig und die Person fordernd erlebt werden.

Besonders die Reflexion auf den Rhythmus zwischen Anforderung und Erholung ist zentral für eine fortdauernde Freude am Unterrichten und die Unterstützung einer stabilen Gesundheit.

Dazu gehört, immer wieder auch „Nein“ zu sagen und Gewohnheiten zu überprüfen.

Der Lehr-Beruf ist für mich ein schöner und sinnvoller Beziehungs-Beruf.

  • Ich empfinde es als verantwortungsvolle und bedeutsame Aufgabe, junge Menschen bei der persönlichen Entwicklung und der fachlichen Ausbildung zu begleiten, also zu unterrichten und zu erziehen.
  • Der Beruf ist kommunikativ und herausfordernd, d.h. ich bin in vielfältigen Kontakten und lerne ständig selbst immer weiter dazu.
  • Besonderes im Bereich Gruppendynamik und gesellschaftlich-politischer Entwicklungen und deren Spiegelungen in den Lerngruppen habe ich in den letzten Monaten viel Neues kennen gelernt und bearbeitet.

Hohe Anforderungen an professionelle Lehrkräfte

Unterrichtshandeln ist geplant, vorbereitet und konzeptorientiert.

Es ist hilfreich, wenn hinter den Einzel-Stunden oder Projekten ein Gesamtkonzept steht, welches – neben der Steuerung, Gewichtung und Auswahl der beispielhaften Inhalte und Methoden – auch der Reflexion dienen kann.
(Dazu hatte ich in einem anderen Text bereits mehr geschrieben.)

Zu einem gesunden Berufsleben gehört auch das Unterbrechen und Aufhören

So schön der Beruf auch sein mag, so anstrengend kann die hohe Anzahl der Kontakte, Heterogenität der Gruppen, Projektionen, hohe Lautstärke, 45-Minuten- oder 90-Minuten-Rhythmen, gesellschaftliche Eingebundenheit und vieles mehr sein.

Zur Professionalität der Lehrperson gehört nach meiner Vorstellung eine kluge Kräfte-Verteilung, die Planung einer leistbaren Belastungskurve im Laufe eines Schuljahres und regelmäßige Überprüfungen der eigenen Ziele, Arbeitsgewohnheiten und der Gesundheit.

Konkret lauten die Fragen dann zum Beispiel:

  • Gibt es Entlastung durch „kollaborative Unterrichtsvorbereitungen“?
  • Wie werden die Unterrichtstage und wie die unterrichtsfreien Zeiten strukturiert?
  • Wann sind Pausen und Reflexions-Zeiten sinnvoll und nötig?
  • Wie werden „anstrengende Erlebnisse“ verarbeitet und eingeordnet?
  • Wie werden „Erfolge“ gewürdigt, das heißt gefeiert?
  • Wie werden „Misserfolge“ eingeordnet, losgelassen und verarbeitet?
  • Wann bin ich „gut genug“ vorbereitet?

In einem früheren Blog-Text hatte ich die Ideen von Drucker und Malik aufgenommen:
Auch mit Weglassen, kann man seine Ziele fördern!

Kollegiale Beratung und Coachinggruppen oder Supervision unterstützen

Der kollegiale Austausch in der Berufsgruppe kann entlasten, anregen und Lösungsansätze entwickeln helfen. Darum ist kollegiale Beratung zu empfehlen.

Oft geschieht sie informell in den Lehrer*innen-Zimmern oder auch „zwischen Tür und Angel“, als auf den Fluren oder am Kopierer.
Für eine „Kultur des Loslassens“ benötigen die meisten Menschen mehr Energie und Zeit.
An manchen Schulen haben sich auch schon kollegiale Fallbesprechungsgruppen etabliert.
(Ein bewährter Vorschlag steckt hinter diesem Link; pdf; 75 KB.)

Für die systematische Weiterentwicklung der Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer dienen Coaching oder Supervision – in Gruppen oder für Einzelpersonen.
Günstiger sind die Coachinggruppen: Aus Aufgaben und Erfahrungen Einzelner werden Herausforderungen und Anreize zur Reflexion und zum Wachstum für die anderen. Eine Supervisorin / ein Supervisor oder ein Coach steuert den Prozess und gibt Ideen und Anregungen „von außen“ in die Gruppe.
Dazu habe ich Ihnen ein Angebot:
Gruppensupervision mit Coaching-Elementen für Lehrer/innen

Weiterführende Links

Viel Freude an einem wunderschönen und herausfordernden Beruf!

Der Beitrag wurde im Herbst 2016 entwickelt
und zuletzt leicht überarbeitet am 13. November 2025       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Das Schuljahr auswerten und sich weiterentwickeln

Wer Lernprozesse bewusst gestaltet, hält ab und an inne

  • schaut zurück
  • erinnert sich an die eigenen Ziele
  • vergleicht das Erreichte damit
  • und entwickelt neue Ziele/Entwicklungsfelder.
Schuljahresauswertung als Chance für die Weiterentwicklung der Lehrkraft

Für mich hat sich bewährt, die Auswertung und Entwicklungsziele schriftlich zu fassen, kollegial auszutauschen und gelegentlich zu überprüfen.

Mögliche Fragen könnten sein

  1. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Schuljahre (auf einer Skala von 0 bis 10)?
  2. Woran erkennen Sie, dass Sie zufrieden sind?
  3. Welche Faktoren sind dafür wesentlich?
  4. Welche Faktoren gefährden den Erfolg?
  5. Welche Entwicklungsfelder nehmen Sie sich für das nächste Schuljahr vor? (Wie werden Sie erkennen, dass Sie dieses Ziel erreicht haben?)
  6. Wie könnten Sie sich selbst am Erfolg hindern?
  7. Wer oder was kann das angestrebte Ziel befördern?
  8. Wie werden Sie das Erreichen Ihres Zieles feiern?

Eine Auswertung des Schuljahres biete ich auch als begleiteten Prozess an.

Am Freitagnachmittag, dem 15. Juli 2016 / in der Zeit zwischen 16 bis 18 Uhr, treffen sich interessierte Lehrkräfte für 60 [1 – 2] bis 90 Minuten [ab 3 Personen] zu einem moderierten Austausch mit kleinen Supervisions- oder Coaching-Elementen (bei Bedarf) zum Preis von 45 €/Person.

Wer ein Interesse hat, melde sich (sehr gerne per E-Mail). Anschließend gibt es ein kurzes Telefonat zur Klärung der Interessenlage und der Rahmenbedingungen. Geben Sie bitte in Ihrer Interessensmail eine Telefonnummer und günstige Kontaktzeiten an. Danke.

erstellt am 16.06.2016; zuletzt bearbeitet am 27.07.2017       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Überblick und Handlungsfähigkeit sichern (Profession Lehrkraft – 20)

Zusammenfassung

Auch routinierte Lehrerinnen und Lehrer kommen, weil der Beruf die Einladungen mit sich bringt, in verwickelte Situationen und profitieren von der Möglichkeit der begleiteten Distanzierung und Reflexion, zum Beispiel in Gruppensupervisionen für Lehrkräfte.

Der Beruf der Lehrerin / des Lehrers ist vielfältig, ja komplex.

Eine von vielen Möglichkeiten der Darstellung sehen Sie hier:

Wortwolke zum Arbeitsfeld der Lehrkraft

Es ist nämlich nicht nur der Unterricht sondern die vielen kleinen, aber wichtigen Neben-Aspekte drum herum, die den Alltag der Lehrerin/des Lehrers prägen.

Für mich formuliere ich dies so: Ich mag meinen vielfältigen Beruf und in manchen Phasen wird es mir zu viel, zu verwickelt oder zu heftig … und ich suche mir Klärungshilfe.

Weil unterrichten von Beziehungen grundiert ist, gibt es auch viele Verwicklungsmöglichkeiten.

Nach meiner Sicht auf soziale Berufe (und damit auch die Lehrerinnen und Lehrer) folgt die Komplexität aus dem Umstand, dass wir mit und für Menschen arbeiten. Damit kommen die vielen Individualitäten und folglich Einladungen zu Missverständnissen, Übertragungen oder Verwicklungen ins Spiel.

Zugleich sind wir Lehrkräfte in unserem Schulsystem in einer mächtigen Schlüsselrolle.

Wenn Lehrkräfte damit in ihrem Alltag gut zurechtkommen möchten, benötigen sie ein ausgeprägtes Maß an Kommunikationsfähigkeit, Bereitschaft zur Selbst-Reflexion, Kritik- und Lernbereitschaft.

Oft genügen kollegiale Netzwerke und persönliche Psychohygiene.

Die meisten Lehrkräfte können die allermeisten Situationen im Rahmen ihres Umfeldes und der eigenen Verfahren der Selbstfürsorge (z.B. eigene Psychohygiene-Routinen oder auch Verfahren der kollegialen Beratung) gut bewältigen.

Manchmal ist eine Gruppen-Supervision zur Unterstützung hilfreich.

Auch Routiniers und Könner suchen sich gelegentlich eine systematische Selbst-Reflexion und professionelle Unterstützung.
Zum Beispiel:

  • Eigenen Konstruktionen von Sichtweisen, Ziel- und Qualitätsvorstellungen werden wieder bewusst gemacht, so dass der unbewusste „Auto-Pilot“ weniger Macht hat.
  • Die eigene Ziele und Verfahren können abgeglichen werden.
  • Belastende Situationen werden untersucht und alterbative, entlastende Verhaltensweisen können entwickelt werden.
  • Die Lust am Beruf kann durch die kollegiale Unterstützung wieder mehr erfahren und genossen werden.

Oder aber die Herausforderungen werden als Belastungen erlebt und die Situationen also so unangenehm empfunden, dass ein gründlicherer Blick und eine nachhaltige Suche nach anderen Vorgehensweisen und Haltungen sinnvoll erscheinen.

Coaching-Elemente erweitern

Gelegentlich werden in der Supervision Themen angeschlagen, für die es tatsächlich auch schon ausgearbeitet Lösungsansätze und -verfahren gibt.
Beispielsweise können im Themenkomplex „Selbstwirksamkeit und Selbstorganisation“ direkte und handlungsnahe Sequenzen mit direkt übertragbaren Handlungsempfehlungen bei Bedarf/Nachfrage angeboten werden.

Mein Angebot: Eine kollegiale Gruppen-Supervision mit Coaching-Elementen

Zum Angebot einer Gruppensupervisionsgruppe für Lehrerinnen und Lehrer (klicken!)

Sie können hier auch Kontakt (sehr gerne per E-Mail) mit mir aufnehmen oder/und sich einen Platz reservieren.

Weiterführende Links

zuletzt bearbeitet am 12.11.2015       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

plan- und lustvoll ins neue Schuljahr

Zusammenfassung

Vor dem Unterrichtsbeginn wende ich die Vorfreude und Spannung in vorbereitende Arbeiten: Ziele, eigene Unterstützung und ein Unterstützungsangebot in Freiburg organisieren.

Den Reiz des Anfangs nutzen

Gegen Ende der Sommerferien der Schulen in Baden-Württemberg kribbelt es bei mir und ich empfinde Vorfreude und Spannung vor dem neu beginnenden Unterrichtsjahr.

Diese Energie werde ich für ein paar vorbereitende Arbeiten verwenden.

Ich setze mir ausgewählte Ziele

Aus dem Hintergrund der Auswertung des vergangenen Jahres habe ich mir einige Ziele für das neue gesetzt. Es sollen nicht mehr als drei sein. Sonst wird es zu anstrengend und frustriert.

Hier eine graphische Darstellung meiner Vorhaben:

Start - Ordnung - Brenzung - Ergebnis und Ziel

In den nächsten Tagen werde ich drei Termine in meinen Kalender eintragen: Wann werde ich diese Vorhaben überprüfen und so eventuell noch etwas korrigieren können oder müssen?

Unterstützung durch eine Gruppe zur kollegialen Beratung

Wie die letzten Jahre werde ich mich wieder mehrmals (6-8 Male) im Schuljahr mit ausgesuchten Kolleg/innen zur gemeinsamen Reflexion und Bearbeitung von Fällen treffen.

  • Dabei können wir uns Erfolge anschauen und fragen, wie sie erreicht wurden und wie wir dafür sorgen wollen, dass sie mehrmals erreicht werden können.
  • Häufiger arbeiten wir an herausfordernden Situationen, an „schwierigen“ SchülerInnen, Inhalten, Rahmenbedingungen oder Leitungs- oder Politik-Entscheidungen und suchen nach günstigen Verhaltensweisen.
    Manches ist nicht zu ändern, oder zumindest nicht von den beteiligten Kolleginnen und Kollegen. Dann ist die Aufgabe, eine entsprechende, hinnehmende Haltung dazu zu finden.
    Anderes ist in unserem Einflussbereich. Dann suchen wir nach möglichst vielen Verhaltensweisen, so dass die beratene Person am Ende für sich auswählen kann, was sie versuchen möchte.

Eine bewährte Struktur der kollegialen Beratung finden Sie hinter diesem Link (pdf; 75 KB)

Mein aktuelles Angebot:

Professionelle Unterstützung in einer Supervisionsgruppe für Lehrkräfte
Sollen Sie keine Fallbesprechungsgruppe zur kollegialen Beratung zur Verfügung haben oder Ihnen diese nicht ausreicht, kann ich Ihnen in diesem Schuljahr mit dem Neustart einer Gruppensupervision in Freiburg für Lehrkräfte ein Unterstützungsangebot machen.

Herzlichen Dank an Kolleginnen und Kollegen und meine Schülerinnen und Schüler für viele Anregungen

Ich mag meinen Beruf und schätze besonders die vielen Anregungen und Herausforderungen. Ich habe den Eindruck, ständig Neues lernen zu können. – Dafür danke ich meinen Schülerinnen und Schülern und Kolleginnen und Kollegen.

Weiterführende Links

erstellt am 3.09.2014; zuletzt bearbeitet am 25.09.2014       Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag