Menschen, Gruppen und Teams bei der Entdeckung und Entwicklung ihrer kommunikativen, leitenden oder pädagogischen Möglichkeiten zu unterstützen und mit ihnen weitere Perspektiven zu (er-)finden, erfüllt mich und macht mich zufrieden.
Hilfreiche Fragen könnten sein:
Was ist Ihre Aufgabe?
Was wollen Sie erreichen?
Was hindert Sie bisher oder stört Sie?
Was können Sie?
Welche Lösungswege haben Sie schon versucht?
Was ist Ihnen schon (teilweise) gelungen; wann?
Die Version für Eilige: tl;dr
Als DGSv-zertifizierter Coach/Supervisor und Fortbildner unterstütze ich Menschen, die mit anderen Menschen arbeiten, Ihre Aufgaben (selbst-)bewusst, erfolgreich, zufrieden und anhaltend gesund zu bewältigen.
In strukturierten Gesprächen und Übungen suchen wir nach Verständnis, Möglichkeiten, verschiedenen Perspektiven und unterschiedlichen Haltungs- und Handlungsmöglichkeiten.
Grundsätzlich ist mir die Anerkennung bisheriger (Lösungs-)Versuchen wichtig. Anschließend können eingeübte Sicht- und Erlebnis-Gewohnheiten angefragt, eventuell verlassen und damit neue Wege entdeckt, erkundet, erprobt und eingeübt werden.
Mehr Möglichkeiten (er-)finden, Verbindendes wahrnehmen, ermöglichen, anreichern, reflektieren, entscheiden und gut leben, wirksam (zusammen-)arbeiten, (sich) verstehen, entwickeln, wagen und erproben.
Selbstreflexion und Selbstwirksamkeit
Wer Berufliches oder Ehrenamtliches überwiegend gerne und länger tut und dabei auch reflexiv und selbstreflexiv weiterdenkt und -lernt, wird auf Dauer sehr wahrscheinlich Qualität, Selbstwirksamkeit und daher Sinn und Zufriedenheit erleben.
Anfangenist ein guter Anfang – mit hilfreichen Gewohnheiten und Verstehen, gerne auch in kleinen Schritten
und aufhören – mit Ablenkungen, Abwertungen (von sich selbst und anderen) und Hass
Entwicklung, Lernen, Leiten und Zusammen-Arbeiten kann große Freude machen – wenn wir gemeinsam dabei erfolgreich sind!
Gute Leitungen fördern Leistungen, Kreativität, Lösungen und Zusammenhalt.
Erfolgreiches Lernen (ob in Fortbildungen oder im Unterricht) macht Lernenden, Lehrenden und Leitenden Freude und wirkt nach.
Eine „kollaborative Grundhaltungen“ führt in der Regel zu kreativen und erfolgreichen Arbeitsgruppen, Teams und Kollegien. (Die Rahmenbedingungen sollten stimmen und dafür haben alle Beteiligten mit zu sorgen.)
Dazu möchte ich jeweils Anregungen und Beiträge leisten.
Verständnis und Klärung Ihrer aktuellen Situationen
bisherige (Lösungs-)Versuche
Erweiterung Ihres Überblicks und Suche nach möglichen Entlastungen
Erweiterungen Ihrer Entwicklungschancen für Sie, Ihrer Arbeitsgruppen, Teams oder Kollegien und gelingende Zusammenarbeit.
Ich habe über 22 Jahre unterrichtet und die Entwicklung von Schulen und Kollegien gefördert.
Dazu finden Sie hier Ideen, Protokolle und Reflexionen meines Unterricht, kollegiale Anregungen und Material für den eigenen Unterricht. Gerne lade ich dazu ein, barcamps als Schulentwicklungsinstrument zu nutzen, außerdem rege ich Pädagogische Fallbesprechungs-Gruppen an und bin auch bereit, den Start-Impuls einer solchen Gruppe zu begleiten.
Aktuell können/müssen/dürfen wir alle Gelassenheit angesichts vieler krisenhafter Entwicklungen lernen.
Ich selbst habe gelernt mit technischen Möglichkeiten auch passende Formate für online-Kontakte für Zeitdruck oder angesichts großer Entfernungen bereitzustellen.
Eine mir wichtige, wesentliche Erkenntnis
„Am Ende läuft es darauf hinaus: Balance ist eine Illusion, Balancieren eine Notwendigkeit.“ Reinhard K. Sprenger in Kursbuch 222 (Juni 2025)
Kurz-Information zur Supervision/Coaching
Supervision und Coaching verstehe ich als einen verabredeten und begleiteten Such-, Er-Finde- und Lernprozess zu für Sie passenden Antworten, Lösungen und Perspektiven Ihrer Entwicklung.
Dabei habe ich die gelegentliche Tempo-Verlangsamungen für mehr Genauigkeit als hilfreich entdeckt: Lieber nicht vorschnell behaupten, verstanden zu haben, sondern nochmals prüfen und nach-fragen, die Blickwinkel wechseln und Verhaltensweisen überprüfen und erproben.
Seit 2008 blogge ich hier unregelmäßig, denke dabei schriftlich über meine Projekte nach, vergewissere mich so dabei selbst und teile meine Ideen.
Wenn wir uns gute Ideen mitteilen und sie austauschen, gestalten wir unser Leben und Arbeiten entlastender, angeregter, (selbst-)reflexiver und – so meine Erfahrung – zufriedenstellend. Diesen Austausch fördere ich hier.
Meine Themen sind:
bewusst, neugierig, selbstreflexiv und selbstwirksam arbeiten, entscheiden und gestalten
lernen und lehren mit Spaß: Fortbildung, Leitung, Kooperation, Schule und Unterricht
bewusst engagiert, mehrperspektivisch und belastbar gut leben – auch in ungünstigen Rahmenbedingungen
Ich unterstützeals lebens- und berufserfahrener Coach, Supervisor (DGSv) und Fortbildner überwiegend sozial, lehrend und leitend Handelnde, Ihre Aufgaben zufrieden und anhaltend gesund auszuüben.
14 Jahre unterstützte ich Jugendliche bei ihrer persönlichen Entwicklung und über 22 Jahre habe ich an beruflichen Schul-Zentren mit Technischen Gymnasienunterrichtet und gearbeitet.
Mit Fragen nach Wachstum, Planung, Orientierung, Denken, Lernen, Entscheidungen und Organisation kenne ich mich aus.
eine andere Darstellung meiner Anliegen und Arbeitsweise finden Sie im Berater-Profil
Die erste Grundidee für diesen Text stammt aus 2018; inzwischen mehrfach überarbeitet; zuletzt am 24.05.2025; redaktionell zuletzt bearbeitet am 5. Oktober 2025Drucke diesen Beitrag
Mit diesem Text überdenke ich meinen eigenen Übergang in den Ruhestand. Ich gehe davon aus und wünsche mir, dass meine Überlegungen auch für andere Übergänge hilfreich und anregend sein können.
Der Eintritt in den Ruhestand ist ein markanter Einschnitt. Ich möchte Möglichkeiten offen halten und gestalten.
Über 37,5 Jahre habe ich mich leidenschaftlich in der Bildungsarbeit engagiert:
In meinem bisherigen Berufsleben war ein Kalender unverzichtbar.
Meist war mein Plan voll mit Projekten, Terminen und Verpflichtungen, reservierten Zeiten und To-Do-Listen. Und aus der beruflichen Arbeit habe ich immer wieder eine tiefe Befriedigung gezogen, weil ich die eigene Arbeit als sinnvoll und notwendig erlebt habe.
Herausfordernde und anstrengende Belastungsspitzen gab es immer wieder, z.B. zu Prüfungszeiten und zum Anfang und zum Ende der Schuljahre.
ein für Prüfungszeiten typischer Wochenplan – hier „NSA-sicher“
Dann kam der Abschied in den Ruhestand, eine Zäsur. Ich hatte mich durch eine intensive Reflexion meiner beruflichen Tätigkeit und viele Gespräche gut vorbereitet. Ganz bewusst hatte ich keine neuen Projekte und Aufgaben für die Zeit nach dem Renteneintritt geplant.
Fast vier Jahrzehnte hatte ich engagiert und mit einem ausgeklügelten Plan gearbeitet und auch gelebt.
Als ich in Rente ging, wollte ich ausdrücklich keinen Plan haben. Ich wollte spüren, was kommen würde. Statt der von vielen geforderten Pläne wollte ich mir Zeit und den Luxus einer bewussten Pause und Unterbrechung gönnen:
Wie fühlt sich der neue Lebensabschnitt an?
Wo bringt die Ruhe neue Einsichten?
Wo bleibt der gewohnte Sinn und wo entsteht neuer?
Was zeigt sich noch?
…
Loslassen und Vermissen
Was ich schnell bemerkte: Vieles fehlt.
Es sind nicht nur die strukturierten Tage, Routinen und festen Aufgaben, die plötzlich wegfallen. Vielmehr fehlt mir das Selbstverständliche, das mein Leben jahrelang fast unbemerkt geprägt hat: die täglichen Kontakte, die spontanen Gespräche im Lehrerzimmer, die Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern, die vielen zwischenmenschlichen Beziehungen, die mir eine tiefe Verankerung und Sicherheit gegeben haben.
Der Sinn, den ich in meinem Beruf gefunden habe, war immer unmittelbar da. Sie war Teil meiner Identität und oft spürbar bei Planungen, Begegnungen und nach vielen Unterrichtsstunden.
Die Wiederentdeckung von Langsamkeit und Muße
In der Unterbrechung, der Pause oder der Stille liegen auch neue Freiräume: Ich gönne mir bewusst ein langsameres Tempo und wieder mehr Zeit für meine Interessen. So kann ich mehr Zeit mit liebgewonnenen Tätigkeiten verbringen: ausschlafen, spazieren gehen, in Ruhe ein gutes Buch lesen oder Musik hören, einen fesselnden Podcast hören, meinen Gedanken nachhängen oder auch längere Gespräche führen.
Diese Muße hat eine eigene Qualität, die ich für mich neu entdecke. Mit weniger Verpflichtungen öffnen sich Räume und Möglichkeiten für Tätigkeiten und Themen, die im früheren Berufsalltag oft zu kurz kamen.
Es macht mir wieder Freude, von Hand mein Tagebuch zu schreiben oder auch einen handgeschriebenen Brief zu verfassen, die Worte und Gedanken bewusst zu gestalten und mit Bedacht zu formulieren.
Momente des Innehaltens sind kostbar. Die Eile, mit der ich den vielfältigen Berufsalltag bewältigt habe, kann einer tieferen Ruhe weichen.
Politische Partizipation und gesellschaftliches Engagement
Und dann ist da noch das Gefühl der Zugehörigkeit und der gesellschaftlichen Mitverantwortung. Das ist geblieben. In der Bildungsarbeit war mein Engagement immer auch politisch. Ich wollte die Gesellschaft positiv gestalten. Ich wollte junge Menschen zur Auseinandersetzung mit ihren Werten herausfordern und mit ihnen gemeinsam Wissen über ein gelingendes Zusammenleben entwickeln.
Mein Beruf steht nicht mehr im Vordergrund. Mein politisches Engagement – im weiteren Sinne – empfinde ich nach wie vor als Impuls: Ich reserviere mir immer wieder bewusst eine begrenzte Zeit, um mich zu informieren, mich zu Wort zu melden und mich einzubringen. In gewisser Weise ist das eine Fortsetzung einer meiner beruflichen Motivationen, nur in anderer Form.
Neues zu entdecken und zu entwickeln kostet Energie.
Ursprünglich hatte ich erwartet, dass mit dem Ende meiner langjährigen Berufstätigkeit sofort Ruhe und Entspannung einkehren würden.
Da war ich wohl einer naiven Illusion aufgesessen. Die selbstgewählte Offenheit auszuhalten, die neue Tagesstruktur und für mich passende Routinen zu entwickeln, forderte meine Aufmerksamkeit und Kraft
Vermutlich sind diese Anstrengungen vergleichbar mit denen, die eine neue berufliche Rolle oder ein neues politisches Amt mit sich bringen. Nicht umsonst hat es sich eingebürgert, neuen Amtsträgern in Politik und Verwaltungsleitungen eine Schonfrist von 100 Tagen einzuräumen.
Zwischen Vergangenheit und vielen neuen Möglichkeiten
Übergänge, Abschiede und Neuanfänge stehen in einem interessanten Spannungsverhältnis.
Auf der einen Seite stehen vermutlich Verlusterfahrungen.
In meinem Fall fallen folgende Punkte weg:
selbstverständliche, vielfältige Kontakte zu anderen Menschen
bedeutungsvolle, berufliche Rollen
Sinnerfahrungen
ein selbstverständlicher Tagesrhythmus
täglich unvorhersehbare Herausforderungen (da ich mit Gruppen und Menschen gearbeitet habe)
Andererseits eröffnete mir die neue Situation auch Freiheiten und viele Möglichkeiten, die ich zu schätzen lernte.
Die Herausforderung besteht wohl darin, Altes zu verabschieden und Neues bewusst und mit offenem Herzen aufzunehmen und weiterzuentwickeln
Dazwischen lebe ich gerade. Persönlich habe ich der spürbaren Einladung widerstanden, die ungewohnt offene Situation am Ende einer langen, planorientierten Lebensphase wieder mit neuen Plänen und Projekten zu gestalten.
Ich fühle den Luxus, mir dafür Zeit zu nehmen. Ich bin gespannt, was mir diese Reise noch bringen wird, welche Menschen, Themen und Räume ich noch – vielleicht auch überraschend – finden werde und wie ich meine Aufgaben immer wieder neu definieren werde.
Andere Menschen ziehen es vor, nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben und dem Eintritt in den „Ruhestand“ konkrete Pläne und Projekte zu haben, z.B. eine längere Reise, eine Teilzeitbeschäftigung, ein neues, bereits organisiertes gesellschaftliches Engagement in einem Ehrenamt etc.
Zur Zeit überlege ich, ob die bisherigen Routinen noch passen und weitergeführt oder beendet werden sollen.
Kleiner Theorieimpuls: Unterlassen ist notwendig für Entwicklung, ein Lob der „EXnovation“
In der Literatur und Theoriebildung gibt es einen Gegenpol zur INnovation: die EXnovation. Dahinter steht die Erfahrung, dass das Aufhäufen von immer mehr Zielen und Aufgaben auf Dauer nicht leistbar sind und auch krank machen.
„Es braucht mehr Bereitschaft zur Exnovation, der Kehrseite von Innovation. Das Festhalten an gewohnten Denkweisen, Handlungsmuster, Strategien verstellen den Raum für wirklich Neues. Solange ich die Luft anhalte, kann ich nicht einatmen.“Prof. Dr. Klaus Gourgé, Professor FWR, Leitung MBA Zukunftstrends und Nachhaltiges Management; zitiert aus der Mitgliederzeitschrift der DGSv, Journal Supervision 1/2024; 14
Für Neues benötigen wir Zeit und Energie. Diese notwendigen Ressourcen werden in der Regel durch das Unterlassen bisheriger Gewohnheiten und Abläufe frei. („Höre immer wieder mit ausgewähltem Blödsinn auf!“)
Darüber habe ich schon früher geschrieben und in letzter Zeit finde ich immer mehr kluge Texte dazu. (Links zur Vertiefung siehe unten unter „Weiterführende und vertiefende Hinweise“).
In diesem Jahr beende ich den langjährigen Versand von gedruckten Adventskarten
Fast zwei Jahrzehnte lang habe ich über 100 Adventskarten verschickt, im letzten Jahr etwa 200. Es hat mir Freude gemacht, sie zu entwerfen, zu planen und herzustellen.
Meine Grußkarte zum Advent 2022
Diese Muße hat eine eigene Qualität, die ich für mich neu entdecke. Mit weniger Verpflichtungen öffnen sich Räume und Möglichkeiten für Tätigkeiten und Themen, die im früheren Berufsalltag oft zu kurz kamen.
Es macht mir wieder Freude, von Hand mein Tagebuch zu schreiben oder auch einen handgeschriebenen Brief zu verfassen, die Worte und Gedanken bewusst zu gestalten und mit Bedacht zu formulieren.
Momente des Innehaltens sind kostbar. Die Eile, mit der ich den vielfältigen Berufsalltag bewältigt habe, kann einer tieferen Ruhe weichen.
Politische Partizipation und gesellschaftliches Engagement
Und dann ist da noch das Gefühl der Zugehörigkeit und der gesellschaftlichen Mitverantwortung. Das ist geblieben. In der Bildungsarbeit war mein Engagement immer auch politisch. Ich wollte die Gesellschaft positiv gestalten. Ich wollte junge Menschen zur Auseinandersetzung mit ihren Werten herausfordern und mit ihnen gemeinsam Wissen über ein gelingendes Zusammenleben entwickeln.
Mein Beruf steht nicht mehr im Vordergrund. Mein politisches Engagement – im weiteren Sinne – empfinde ich nach wie vor als Impuls: Ich reserviere mir immer wieder bewusst eine begrenzte Zeit, um mich zu informieren, mich zu Wort zu melden und mich einzubringen. In gewisser Weise ist das eine Fortsetzung einer meiner beruflichen Motivationen, nur in anderer Form.
Neues zu entdecken und zu entwickeln kostet Energie.
Ursprünglich hatte ich erwartet, dass mit dem Ende meiner langjährigen Berufstätigkeit sofort Ruhe und Entspannung einkehren würden.
Da war ich wohl einer naiven Illusion aufgesessen. Die selbstgewählte Offenheit auszuhalten, die neue Tagesstruktur und für mich passende Routinen zu entwickeln, forderte meine Aufmerksamkeit und Kraft
Vermutlich sind diese Anstrengungen vergleichbar mit denen, die eine neue berufliche Rolle oder ein neues politisches Amt mit sich bringen. Nicht umsonst hat es sich eingebürgert, neuen Amtsträgern in Politik und Verwaltungsleitungen eine Schonfrist von 100 Tagen einzuräumen.
Zwischen Vergangenheit und vielen neuen Möglichkeiten
Übergänge, Abschiede und Neuanfänge stehen in einem interessanten Spannungsverhältnis.
Auf der einen Seite stehen vermutlich Verlusterfahrungen.
In meinem Fall fallen folgende Punkte weg:
selbstverständliche, vielfältige Kontakte zu anderen Menschen
bedeutungsvolle, berufliche Rollen
Sinnerfahrungen
ein selbstverständlicher Tagesrhythmus
täglich unvorhersehbare Herausforderungen (da ich mit Gruppen und Menschen gearbeitet habe)
Andererseits eröffnete mir die neue Situation auch Freiheiten und viele Möglichkeiten, die ich zu schätzen lernte.
Die Herausforderung besteht wohl darin, Altes zu verabschieden und Neues bewusst und mit offenem Herzen aufzunehmen und weiterzuentwickeln
Dazwischen lebe ich gerade. Persönlich habe ich der spürbaren Einladung widerstanden, die ungewohnt offene Situation am Ende einer langen, planorientierten Lebensphase wieder mit neuen Plänen und Projekten zu gestalten.
Ich fühle den Luxus, mir dafür Zeit zu nehmen. Ich bin gespannt, was mir diese Reise noch bringen wird, welche Menschen, Themen und Räume ich noch – vielleicht auch überraschend – finden werde und wie ich meine Aufgaben immer wieder neu definieren werde.
Andere Menschen ziehen es vor, nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben und dem Eintritt in den „Ruhestand“ konkrete Pläne und Projekte zu haben, z.B. eine längere Reise, eine Teilzeitbeschäftigung, ein neues, bereits organisiertes gesellschaftliches Engagement in einem Ehrenamt etc.
Zur Zeit überlege ich, ob die bisherigen Routinen noch passen und weitergeführt oder beendet werden sollen.
Kleiner Theorieimpuls: Unterlassen ist notwendig für Entwicklung, ein Lob der „EXnovation“
In der Literatur und Theoriebildung gibt es einen Gegenpol zur INnovation: die EXnovation. Dahinter steht die Erfahrung, dass das Aufhäufen von immer mehr Zielen und Aufgaben auf Dauer nicht leistbar sind und auch krank machen.
„Es braucht mehr Bereitschaft zur Exnovation, der Kehrseite von Innovation. Das Festhalten an gewohnten Denkweisen, Handlungsmuster, Strategien verstellen den Raum für wirklich Neues. Solange ich die Luft anhalte, kann ich nicht einatmen.“Prof. Dr. Klaus Gourgé, Professor FWR, Leitung MBA Zukunftstrends und Nachhaltiges Management; zitiert aus der Mitgliederzeitschrift der DGSv, Journal Supervision 1/2024; 14
Für Neues benötigen wir Zeit und Energie. Diese notwendigen Ressourcen werden in der Regel durch das Unterlassen bisheriger Gewohnheiten und Abläufe frei. („Höre immer wieder mit ausgewähltem Blödsinn auf!“)
Darüber habe ich schon früher geschrieben und in letzter Zeit finde ich immer mehr kluge Texte dazu. (Links zur Vertiefung siehe unten unter „Weiterführende und vertiefende Hinweise“).
In diesem Jahr beende ich den langjährigen Versand von gedruckten Adventskarten
Fast zwei Jahrzehnte lang habe ich über 100 Adventskarten verschickt, im letzten Jahr etwa 200. Es hat mir Freude gemacht, sie zu entwerfen, zu planen und herzustellen.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern:
eine möglichst gelingende Advents- und Weihnachtszeit,
einige Inseln der Ruhe,
gutes Essen
und gelingende Feste,
Muße,
Nachdenklichkeit,
Erholung
und frische und ausreichend Kraft für die Herausforderungen im neuen Kalenderjahr.
Einladung zur Selbstreflexion, zum aktiven Verlernen von Überholtem und zur Diskussion
Diese zum Teil privaten Gedanken habe ich hier aufgeschrieben und geteilt, um andere zur Selbstreflexion anzuregen und einzuladen.
Über Kommentare unter diesem Text oder Rückmeldungen auf anderen Wegen freue ich mich.
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